Wissen am Wochenende: Big Five

Die so genannten Big Five der Psychologie (nicht zu verwechseln mit den Big Five in Afrika: Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard, Löwe) sind die fünf Persönlichkeitsdimensionen, auf denen sich jeder Mensch einordnen lässt. Es sind die folgenden: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Neues, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit.

Mit Neurotizismus mit der individuelle Umgang mit negativen Gefühlen gemeint. Personen mit einer hohen Ausprägung (also mit „viel“ Neurotizismus) erleben häufig Trauer, Nervosität, Angst und so weiter, während Personen mit geringem Neurotizismus sehr stabil, ruhig und entspannt sind.

Extraversion bezeichnet die Offenheit gegenüber Menschen und den Umgang mit ihnen. Extravertierte Personen sind gesellig, gesprächig und heiter, während introvertierte Personen (Personen mit geringer Ausprägung der Extraversion) scheu, zurückhaltend und unabhängig sind.

Offenheit für Neues beschreibt das Interesse für neue Erfahrungen und Erlebnisse. Personen mit einem hohen Wert sind abenteuerlustig, unkonventionell, fantasievoll und wissbegierig. Personen mit einem niedrigen Wert haben eher konservative Einstellungen und mögen das Altbekannte.

Mit Verträglichkeit wird insbesondere der Umgang mit anderen Personen beschrieben. Personen mit hohen Werten in der Verträglichkeits-Skala sind hilfsbereit, vertrauensvoll, verständnisvoll und mitfühlend. Personen mit niedrigen Werten sind misstrauisch, egozentrisch und eher kompetitiv als kooperativ.

Gewissenhaftigkeit beschreibt, wie stark ausgeprägt die Selbstkontrolle und Zielstrebigkeit einer Person ausgeprägt ist. Sehr gewissenhafte Personen sind verlässlich, verantwortlich, organisiert und geplant. Personen mit geringer Gewissenhaftigkeit sind spontan und handeln unsorgfältig und ungenau.

Diese Dimensionen sind nicht bewertend. Das heisst ein hoher Wert in einer Dimension ist nicht besser als ein niedriger Wert. Zum Teil ist es auch von der Situation abhängig, ob eher ein hoher oder ein niedriger Wert erwünscht ist. Extravertiert ist beispielsweise nicht besser als introviertiert und eine geringe Verträglichkeit ist in Wettkampfsituationen vorteilhafter als eine hohe Verträglichkeit.

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Herr der Ringe

Ich muss zugeben, ich war nie ein grosser Fan von Fantasy-Serien, -Filmen und -Büchern. Aus diesem Grund habe ich mir auch die Herr der Ringe-Trilogie erst sehr spät und nur auf Drängen des Helden angeschaut. Ich fand die Filme unterhaltsam, aber viel zu lang (Ich kann keine 3.5 oder 4 Stunden am Stück nur dasitzen! Ausser bei den Harry Potter-Filmen…). Ausserdem verwechselte ich immer wieder einige Dinge, vergass Geschehnisse und war teilweise ziemlich verwirrt.

Und als dann noch die Hobbit-Filme nacheinander in die Kinos kamen, blickte ich erst recht nicht mehr durch. Ich vermischte die beiden Geschichten und brachte alles komplett durcheinander. Irgendwann reichte es mir. Ich packte mir den Sammelband des Helden und las die Geschichte des Ringes durch. Und endlich verstand ich! Endlich konnte ich mir die chronologische Reihenfolge der Ereignisse merken! Endlich wusste ich etwas anzufangen mit den Namen und Orten! Und endlich verstand ich, weshalb die Trilogie so bekannt und beliebt wurde.

Nächstes Mal werde ich mir auf jeden Fall gleich die Buchvorlage besorgen…

Bowling

Vor einer Weile war ich zum ersten Mal in meinem Leben bowlen. Da ich vor mehreren Jahren einmal Kegeln war und dabei eine jämmerliche Figur gemacht hatte, erwartete ich eine ähnliche Niederlage.

Tatsächlich landeten meine Kugeln bei den ersten drei oder vier Runden immer in der Rinne links oder rechts der Lauffläche. Aber dann fand ich eine für mich geeignete Wurfposition und von da an gab es keinen Nuller mehr. Meine Würfe waren nicht besonders kraftvoll oder professionell, aber wirksam. Meist konnte ich neun, manchmal auch alle zehn Pins umwerfen und einmal schaffte ich sogar einen Strike. Ich, die Koordinations-Null und Wurf-Banause! Und nach zwei Spielen wurde ich sogar Gesamtsiegerin!

Ich war angenehm überrascht vom Ausgang des Abends und wusste, dass dies nicht mein letzter Bowling-Abend gewesen war. Beim nächsten Mal feile ich an meiner Wurftechnik, damit mir auch mal ein kräftigerer Wurf gelingt…

Gigathlon – der Bericht

Der Gigathlon 2015 fand in und um Aarau statt. Er begann am 11. Juli (bzw. gab es am 10. Juli für alle Athleten der Single-Kategorie einen kleinen Prolog) und endete am 12. Juli bereits wieder. Alle elf Bezirke des Kantons wurden durchquert, viele Sehenswürdigkeiten standen an oder auf der Strecke.

Obwohl alle Wechselzonen in und um Aarau lagen, war der Gigathlon für die Betreuer kein Zuckerschlecken. In der Kategorie „Couple“ war jeweils nur ein Supporter zugelassen, aber meine Schwester und ich teilten uns diese Aufgabe, da es zu zweit einfach spannender und angenehmer ist. Und wir waren sehr froh darüber! So konnte jeweils eine den Athleten beim Eingang der Wechselzone abholen, während die andere bereits Verpflegung etc. entgegen streckte. Auch das Schleppen der ganzen Sportgeräte, Wechselkleidung, Verpflegung etc. wäre für uns sonst zur Tortur geworden. Und schliesslich konnten wir so zwischendurch auch einmal verschnaufen. Denn auch Supporter müssen mal essen oder sich erholen 😉

Dennoch liegt der Fokus natürlich immer auf den Athleten. Und ich bin immer wieder beeindruckt von ihren Leistungen. Wenn ich sehe, was diese Athleten ihren Körpern abverlangen, erscheint mir mein Training lächerlich. Ich denke immer ich sei sportlich – aber im Vergleich mit diesen Leuten bin ich ein Couch Potato! Gleichzeitig werde ich natürlich auch inspiriert, selber mehr von meinem Körper zu verlangen und meine Grenzen zu testen.

Die Stimmung war wieder einmalig. Man sieht andere Sportler, die man von früheren Gigathlons (oder anderen Sportanlässen) kennt, man lernt neue Leute kennen, erlebt kleine, spezielle Momente mit völlig Fremden und jeder hilft jedem. Das ist wunderschön!

Und schliesslich fuhr ich zum ersten Mal in meinem Leben mit Klickpedalen *hihi* Es klappte erstaunlich gut und ich vergass nur einmal, mich auszuklicken. Passiert ist zum Glück nichts. Ausser, dass sich die Sportler hinter mir vermutlich amüsierten…

Alles in allem war es ein erlebnisreiches, lustiges, anstrengendes, schönes, unvergessliches Wochenende!

Wissen am Wochenende: Dissonanztheorie

Die Dissonanztheorie besagt, dass jeder Mensch in seinen Einstellungen, Meinungen und in seinem Verhalten nach Konsonanz (=Übereinstimmung) strebt und Dissonanz (=Nicht-Übereinstimmen, Abweichung) ein unangenehmes Gefühl auslöst. Dissonanz wird beispielsweise wahrgenommen, wenn jemand raucht, obwohl er weiss, dass er damit sein Asthma verschlimmert. Um diesen unangenehmen Zustand zu verlassen, sucht die betreffende Person nach Informationen, die sein Verhalten unterstützen, verharmlost es, meidet Informationen, die gegen das Verhalten sprechen etc. Bleiben wir beim genannten Beispiel vom Raucher: Diese Person weiss, dass das Rauchen sein Asthma verschlimmert, gleichzeitig kann er es nicht lassen. Beim Rauchen fühlt er sich dann jeweils schuldig und es ist ihm unangenehm. Um diese Gefühle zu mildern, beruhigt er sich selber mit Sätzen, wie „Eine ist keine“, „Ich habe mal gehört, dass eine Zigarette pro Tag gar nicht so schlimm ist“ etc. und ignoriert alle Informationen, die die schlechten Auswirkungen des Rauchens auf Asthma beinhalten.

Dasselbe Prinzip greift auch, wenn jemand beispielsweie den Schokoladegenuss mit den darin enthaltenen Polyphenolen entschuldigt.

Woran du merkst, dass du erwachsen geworden bist

In meinem Job als Jugendarbeiterin habe ich viel mit Jugendlichen zu tun. Die meisten dieser Jugendlichen sind zwischen 15 und 17 Jahren alt und gerade mit dem Übergang von der Schule ins Berufsleben beschäftigt. Als Mittzwanzigerin, die selber gerade den Berufseinstieg sucht, fühlte ich mich nach Antritt der Stelle diesen Jugendlichen ziemlich nah. So viel älter bin ich schliesslich nicht. Diese Zeit ist bei mir noch gar nicht so lange her. Dachte ich.

Ich merkte allerdings schon nach kurzer Zeit, dass die Jugendlichen dies komplett anders wahrnehmen. Für sie war ich erwachsen. Alt. Und damit meeeeeeeilenweit von ihrem Leben, ihren Empfindungen und ihrem Denken entfernt.

Deshalb habe ich eine Liste erstellt, die andere davor bewahren soll, denselben Denkfehler zu machen, wie ich. Also, du bist erwachsen (und damit ALT), wenn…

…du die Sprache der Jugendlichen nicht mehr verstehst.

…du denkst, dass Facebook „in“ ist.

…du denkst, dass Hausarrest die schlimmere Strafe ist als Smartphone-Entzug.

…du dich mit verklärtem Blick an deine eigene Jugend erinnerst.

…du nicht verstehst, warum Marina gegenüber Dario nicht zugeben darf, dass sie ihn mag. Denn letzte Woche hat Dario noch mit Paula geflirtet und diese ist die Cousine von Marinas Exfreund Patrick. Dieser ist nun mit Marinas zweitbester Freundin zusammen, weshalb Marina und Dario nicht zusammen sein können. ???

…du dich tierisch über trinkende, laut Musik hörende und/oder spuckende Jugendliche aufregst.

 

Falls euch noch mehr Punkte einfallen, dürft ihr diese gerne unten in den Kommentaren aufzählen. Ich freue mich auf viele lustige Ideen.

Krafttraining mit dem Helden

Regelmässige Leser wissen vielleicht, dass ich zwar gerne Krafttraining mache, dies aber lieber zu Hause und mit dem eigenen Körpergewicht als an Maschinen in der Muckibude. Da wir nun aber ganz in der Nähe des Fitnessstudios wohnen, in welchem der Held zwei bis drei Mal pro Woche trainiert, durfte ich vor einer Weile unter seiner Anleitung zu einem Probetraining antanzen. Das Fitnessstudio ist klein und gehört nicht zu einer grossen Kette, was mir gefällt. Dennoch ist es ausserhalb der normalen Bürozeiten sehr gut besucht – hauptsächlich von muskelbepackten Männern.

So war es auch an dem Samstagabend, an welchem der Held und ich da waren. Ganze zwei Stunden trainierten wir an verschiedenen Maschinen. Zwischendurch erklärte mir der Held die Funktionsweise der Geräte, überprüfte meine Haltung und kontrollierte bzw. korrigierte meine Bewegungen. Als Erstes machten wir Beinübungen, dann trainierten wir den Rücken, den Bauch und schliesslich die Arme. Am Ende war ich schweissnass und hatte zittrige Arme und schwache Beine. Und mir graute vor dem Muskelkater am folgenden Tag.

Als ich dann tags darauf erwachte, zog und zwickte es überall ein bisschen. Aber es war weniger schlimm als erwartet. Anders als befürchtet, konnte ich mich nämlich alleine anziehen und bewegen. Und sobald der Muskelkater weg war, trainierte ich umso mehr und härter – damit ich beim nächsten gemeinsamen Training weniger schnell schlapp mache.

Wissen am Wochenende: Gruppenpolarisierung

Als Gruppenpolarisierung wird eine Tendenz von Gruppen verstanden, extremere Entscheidungen zu treffen als der Durchschnitt der anfänglichen Ansichten der Gruppenmitglieder ist. Das heisst in einer Gruppe wird eine Entscheidung getroffen, die extremer ist als die ursprünglichen Ansichten der Gruppenmitglieder. Ein Beispiel: Das Führungsteam eines Verlags legt die Auflage eines neuen Buches fest. Der Autor hat bereits mehrere erfolgreiche Bücher geschrieben, war nun aber einige Jahre untätig, weshalb unsicher ist, ob er an die alten Erfolge anschliessen kann. Vor der gemeinsamen Sitzung werden die Führungspersonen gefragt, wie viele Exemplare sie drucken würden. Aus dieser Befragung geht ein Durchschnitt von 20’000 Exemplaren hervor. Nach der Sitzung zeigt sich, dass das Team entschieden hat, eine Auflage von 50’000 Exemplaren zu drucken. Das Team hat folglich eine Entscheidung getroffen, die viel extremer ist als die ursprünglichen Ansichten der einzelnen Mitglieder.

Gigathlonabenteuer # 2

Nachdem ich vor zwei Jahren bereits während dreier Tage meinen Vater und seine Frau bei ihrem Gigathlonabenteuer begleitete und betreute, ist es heute endlich wieder so weit. Mein zweites Gigathlonabenteuer als Betreuerin beginnt. Dieses Mal dauert der Gigathlon nur zwei Tage (vor zwei Jahren waren es sechs Tage), was auch logistisch einen viel kleineren Aufwand bedeutet. Zudem ist die Strecke dieses Jahr rund um Aarau geplant, was eine kürzere An- und Rückreise bedeutet.

Dennoch freue ich mich riesig, dass ich wieder bei einem sportlichen Grossanlass dabei sein darf. Die Stimmung ist jedes Mal unbeschreiblich und obwohl es zum Teil auch als Betreuer ziemlich anstrengend werden kann, gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, sich vom Alltag zu erholen. Das Gemeinschaftsgefühl, die Unkompliziertheit und die Lebensfreude, die jeweils herrschen, sind so entspannend und wohltuend. Ich kann es kaum erwarten…

Hitze ade!

Ich bin kein Wintertyp. Ich hasse Kälte. Ich hasse die Dunkelheit. Ich friere immer und kriege eine rote Nase und rote Ohren. Deshalb habe ich in den letzten Tagen wirklich versucht, mich nicht zu sehr über die Hitze zu beschweren.

ABER: Es war genug. Ich war müde. Ich konnte nicht gut schlafen. Ich verschwitzte so viele Kleider wie nie. Ich fühlte mich eklig. Ich mochte nicht mehr richtig trainieren. Ich bekam Ausschlag (vermutlich von irgendwelchen Wasserflöhen oder so). Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Und ich bin heilfroh, dass es heute endlich kühler ist!

Nennt mich unzufrieden. Nennt mich eine Nörgelliese. Ist mir egal. Ich kann endlich wieder durchatmen und darüber freue ich mich riesig. Da nehme ich den Regen gerne in Kauf! Und nach so ein paar kühleren Tagen ist auch ein Hitzetag, wie es der Samstag werden soll, wieder ok.

PS: Aufgrund des wahrhaft sommerlichen Wetters hier der Link zu einem Beitrag von Anfang Juni (Du weisst als Sportler, dass Sommer ist, wenn…). Vielleicht fallen euch nun noch einige ergänzende Punkte ein?