Squash

Vor einer Weile ging ich mit dem Helden squashen. Wir sind beide keine regelmässigen Spieler, allerdings macht er von Zeit zu Zeit an einem Spassturnier mit, während mein letztes Spiel viele, viele Jahre zurück lag.

Wir verbrachten deshalb einen Teil der Stunde erst einmal damit, Regeln und Begriffe zu klären sowie den Aufschlag und allgemein das Schlagen zu üben (natürlich völlig gewaltfrei! 😉 ). Anschliessend spielten wir noch ein bisschen, wobei der Held mich ab und zu ein wenig herausforderte, mich grundsätzlich aber schonte. Das Spiel wäre sonst sehr langweilig und einseitig geworden, längere Ballwechsel hätte es wohl kaum gegeben.

Obwohl ich anfangs Mühe hatte (Rückhand! Furchtbar!), lernte ich schnell dazu und überraschte mich ab und zu selber. Ich begann schneller zu reagieren und konnte auch mal punkten (meistens war es allerdings Zufall). Es machte uns beiden viel Spass und ich hätte gerne noch ein bisschen länger gespielt. Ich hoffe daher, dass wir in Zukunft regelmässig zusammen spielen werden. Und dass ich dem Helden bald eine ebenbürtige Gegnerin sein werde. 🙂

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Jogginggeschichten #7

Schon lange gab es auf dem Blog keine Jogginggeschichte mehr. Aber heute habe ich wieder etwas zu erzählen, was mir auf einer meiner Runden passiert ist. Ich war vor kurzem unterwegs auf meiner üblichen Runde und hatte Musik dabei. Meistens laufe ich ohne Musikgerät, doch an dem Nachmittag hatte ich Lust darauf.

Auf dem Rückweg lief ich auf einer Landstrasse zwischen Kuhweiden und suchte gerade nach einem bestimmten Lied, als ein Radfahrer nahe an mich heran fuhr und „Buh!“ machte. Ich erschrak mich ziemlich, musste aber lachen. Der Radfahrer drehte sich nicht um, sondern schimpfte vor sich hin und ich hörte so etwas wie „…muss nicht mit Musik im Ohr rennen…“ oder so.

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder dem Kerl nachlaufen und ihn zur Rede stellen sollte. Ich liess ihn schliesslich ziehen (er fuhr erst total langsam, so dass ich ihn leicht hätte einholen können…), obwohl ich ein bisschen wütend war. Zwar kann ich seine Meinung verstehen – mit Musik zu laufen kann gefährlich sein und ausserdem laufe ich ja, um abschalten und den Kopf „durchlüften“ zu können. Aber muss man deswegen jemanden extra erschrecken?! Meiner Meinung nach gibt es da bessere Methoden…

 

 

Gigathlon – der Bericht

Der Gigathlon 2015 fand in und um Aarau statt. Er begann am 11. Juli (bzw. gab es am 10. Juli für alle Athleten der Single-Kategorie einen kleinen Prolog) und endete am 12. Juli bereits wieder. Alle elf Bezirke des Kantons wurden durchquert, viele Sehenswürdigkeiten standen an oder auf der Strecke.

Obwohl alle Wechselzonen in und um Aarau lagen, war der Gigathlon für die Betreuer kein Zuckerschlecken. In der Kategorie „Couple“ war jeweils nur ein Supporter zugelassen, aber meine Schwester und ich teilten uns diese Aufgabe, da es zu zweit einfach spannender und angenehmer ist. Und wir waren sehr froh darüber! So konnte jeweils eine den Athleten beim Eingang der Wechselzone abholen, während die andere bereits Verpflegung etc. entgegen streckte. Auch das Schleppen der ganzen Sportgeräte, Wechselkleidung, Verpflegung etc. wäre für uns sonst zur Tortur geworden. Und schliesslich konnten wir so zwischendurch auch einmal verschnaufen. Denn auch Supporter müssen mal essen oder sich erholen 😉

Dennoch liegt der Fokus natürlich immer auf den Athleten. Und ich bin immer wieder beeindruckt von ihren Leistungen. Wenn ich sehe, was diese Athleten ihren Körpern abverlangen, erscheint mir mein Training lächerlich. Ich denke immer ich sei sportlich – aber im Vergleich mit diesen Leuten bin ich ein Couch Potato! Gleichzeitig werde ich natürlich auch inspiriert, selber mehr von meinem Körper zu verlangen und meine Grenzen zu testen.

Die Stimmung war wieder einmalig. Man sieht andere Sportler, die man von früheren Gigathlons (oder anderen Sportanlässen) kennt, man lernt neue Leute kennen, erlebt kleine, spezielle Momente mit völlig Fremden und jeder hilft jedem. Das ist wunderschön!

Und schliesslich fuhr ich zum ersten Mal in meinem Leben mit Klickpedalen *hihi* Es klappte erstaunlich gut und ich vergass nur einmal, mich auszuklicken. Passiert ist zum Glück nichts. Ausser, dass sich die Sportler hinter mir vermutlich amüsierten…

Alles in allem war es ein erlebnisreiches, lustiges, anstrengendes, schönes, unvergessliches Wochenende!

Krafttraining mit dem Helden

Regelmässige Leser wissen vielleicht, dass ich zwar gerne Krafttraining mache, dies aber lieber zu Hause und mit dem eigenen Körpergewicht als an Maschinen in der Muckibude. Da wir nun aber ganz in der Nähe des Fitnessstudios wohnen, in welchem der Held zwei bis drei Mal pro Woche trainiert, durfte ich vor einer Weile unter seiner Anleitung zu einem Probetraining antanzen. Das Fitnessstudio ist klein und gehört nicht zu einer grossen Kette, was mir gefällt. Dennoch ist es ausserhalb der normalen Bürozeiten sehr gut besucht – hauptsächlich von muskelbepackten Männern.

So war es auch an dem Samstagabend, an welchem der Held und ich da waren. Ganze zwei Stunden trainierten wir an verschiedenen Maschinen. Zwischendurch erklärte mir der Held die Funktionsweise der Geräte, überprüfte meine Haltung und kontrollierte bzw. korrigierte meine Bewegungen. Als Erstes machten wir Beinübungen, dann trainierten wir den Rücken, den Bauch und schliesslich die Arme. Am Ende war ich schweissnass und hatte zittrige Arme und schwache Beine. Und mir graute vor dem Muskelkater am folgenden Tag.

Als ich dann tags darauf erwachte, zog und zwickte es überall ein bisschen. Aber es war weniger schlimm als erwartet. Anders als befürchtet, konnte ich mich nämlich alleine anziehen und bewegen. Und sobald der Muskelkater weg war, trainierte ich umso mehr und härter – damit ich beim nächsten gemeinsamen Training weniger schnell schlapp mache.

Gigathlonabenteuer # 2

Nachdem ich vor zwei Jahren bereits während dreier Tage meinen Vater und seine Frau bei ihrem Gigathlonabenteuer begleitete und betreute, ist es heute endlich wieder so weit. Mein zweites Gigathlonabenteuer als Betreuerin beginnt. Dieses Mal dauert der Gigathlon nur zwei Tage (vor zwei Jahren waren es sechs Tage), was auch logistisch einen viel kleineren Aufwand bedeutet. Zudem ist die Strecke dieses Jahr rund um Aarau geplant, was eine kürzere An- und Rückreise bedeutet.

Dennoch freue ich mich riesig, dass ich wieder bei einem sportlichen Grossanlass dabei sein darf. Die Stimmung ist jedes Mal unbeschreiblich und obwohl es zum Teil auch als Betreuer ziemlich anstrengend werden kann, gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, sich vom Alltag zu erholen. Das Gemeinschaftsgefühl, die Unkompliziertheit und die Lebensfreude, die jeweils herrschen, sind so entspannend und wohltuend. Ich kann es kaum erwarten…

Sportlicher Arbeitstag

Heute wird ein spannender, sportlicher Arbeitstag. Denn an meinem Wohn- und Arbeitsort findet schon seit einer Woche eine Art Themenwoche zu Bewegung und Sport statt. Da diese Themenwoche bereits zum zehnten Mal durchgeführt wird, gibt es heute zum Abschluss einen besonderen Anlass.

Wie schon in den Jahren zuvor, gibt es einen Schlusslauf, bei dem jeder mitmachen kann. Die gelaufenen Kilometer und die im Laufe der Woche von registrierten Schulklassen gefahrenen, geschwommenen oder gelaufenen Kilometer werden am Ende addiert. Verschiedene Firmen, die sich im Vorfeld als Sponsoren gemeldet haben, spenden dann einen von der Kilometerzahl abhängigen Betrag. Im Laufe der Woche finden verschiedene kleinere Aktionen statt, die der Gesundheit dienen. So werden in den Schulen gesunde Zwischenmahlzeiten verteilt und einige Vereine öffnen ihre Türen für neugieriges Publikum. Zusätzlich werden verschiedene Turniere durchgeführt, es gibt Eltern-Kind-Turnstunden und auch für die Senioren werden verschiedene Anlässe durchgeführt.

Nun ist es so, dass ich ausgerechnet für dieses Wochenende einen Kurs eingeplant hatte. Zwar muss ich den Kurs nicht selber leiten, aber als Organisatorin bin ich jeweils am Anfang und Ende des Tages vor Ort und schaue nach dem Rechten. Zum Glück findet der Schlusslauf der Themenwoche genau dazwischen statt und führt erst noch ganz nah am Kursort vorbei. Das erlaubt es mir, morgens den Kurs vorzubereiten, über Mittag am Schlusslauf teilzunehmen und nachmittags wieder am Kursort nach dem Rechten zu schauen und alles abzuschliessen. Perfekt! Ich freue mich riesig, meine Arbeit mit dem Sport verbinden zu können und gleichzeitig Teil dieser tollen Themenwoche zu sein.

Strongmanrun

Vor einigen Tagen war es endlich so weit: Der Strongmanrun in Engelberg fand statt. Und ich war dabei – jedenfalls halb. Bereits letztes Jahr hätte ich gerne an diesem speziellen Wettlauf teilgenommen, doch ich beschloss, erst einmal einen normalen Halbmarathon zu laufen. Nachdem mir dies im vergangenen September gelungen war, war für mich klar, dass ich mich für den nächsten Strongmanrun anmelden würde. Dieser Wettlauf umfasste eine Strecke von 9 Kilometern, auf welche insgesamt 18 Hindernisse (Schlammbad, Pneuhügel, Strohballen, über die man klettern musste etc.) verteilt waren, die man jeweils zwei Mal absolvieren musste.

Und so stand ich am vergangenen Samstag in Engelberg an der Startlinie und wartete nervös auf den Startschuss. Allerdings verlief nicht alles wie geplant. Denn aufgrund der vielen Teilnehmer (8’000) dauerte es nach dem Startschuss noch knapp 75 Minuten bis ich mich auf die Strecke stürzen konnte. Nach dieser langen Wartezeit in der Sonne war ich bereits ziemlich kaputt und genervt. Dennoch freute ich mich, als es endlich losging. Bereits nach wenigen Minuten kam das erste schlammige Hindernis. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, genoss ich es, mich mitsamt Kleidung in Schlamm und schmutziges Wasser zu werfen – üblicherweise mache ich einen grossen Bogen um solche Sachen.

Aufgrund der Verzögerungen beim Start war ich allerdings viel später unterwegs als geplant. Und ich war etwas verzweifelt, weil der Zeitpunkt, an dem der Held und ich abgemacht hatten, immer näher rückte. Ich wusste, dass ich für eine zweite Runde noch etwa 1.5 Stunden brauchen würde und dass ich den Helden nicht so lange warten lassen könnte, vor allem da er ja nicht wusste, dass ich erst so spät starten konnte. Er hätte sich grosse Sorgen gemacht. Deshalb bat ich einen Zuschauer um Hilfe bzw. um sein Handy. So wollte ich den Helden kontaktieren und ihm sagen, dass ich noch einige Zeit länger brauchen würde. Als er nicht abnahm, brach ich den Lauf kurzentschlossen ab. Ich hatte keine Lust mehr. Der Held hatte mich sieben Stunden zuvor an den Flughafen Buochs gefahren, war mit mir eine halbe Stunde im Shuttlebus gestanden und hatte fast 3.5 Stunden auf mich gewartet. Ich wollte ihm nicht noch mehr zumuten.

Als wir etwa zwei Stunden später wieder im Auto sassen, war ich froh über meine Entscheidung. Der Tag war lange genug gewesen und ich hatte immerhin jedes Hindernis überwunden. Vielleicht werde ich in einem anderen Jahr wieder dabei sein, vielleicht sogar mit dem Helden an meiner Seite. Aber an diesem Tag hatte ich genug gesehen.

Du weisst als Sportler, dass Sommer ist, wenn…

…du nur noch Wassersport machst – im natürlichen Gewässer, im Schwimmbecken oder im eigenen Schweiss.

…wenn die Anzahl verschluckter Mücken pro Trainingseinheit auf mindestens fünf steigt.

…wenn selbst der Sport-BH, die kurze Hose und die Schuhe schon zu viel Kleidung sind.

…wenn du nach der Trainingseinheit noch mindestens eine Stunde lang mit knallroter Birne rumläuftst.

…wenn du selbst am Wochenende freiwillig schon vor 8 Uhr dein Workout startest.

…wenn der Kontrast zwischen gebräunten und weissen Hautstellen ein die betriebene Sportart verrät.

 

Weitere Punkte von Eurer Seite sind willkommen… 😉

Himmelfahrts-Radtour

Radtour Christi Himmelfahrt

Vor zwei Wochen war Christi Himmelfahrt und der Held und ich beschlossen, das schöne Wetter für die erste Radtour der Saison auszunützen. Da wir nachmittags noch Besuch erwarteten, konnten wir keine grosse Tour machen, aber immerhin waren wir knappe drei Stunden unterwegs. In dieser Zeit schafften wir 40km und einige hundert Höhenmeter. Ich war erstaunt, dass ich diese Strecke ohne Probleme und ohne grosse Erschöpfung bewältigen konnte. Noch vor drei Jahren war ich bei einer ähnlichen Radtour (mit zugegeben einigen Kilometern mehr und auch mehr Höhenmetern) an meine Grenzen gekommen. Das Lauftraining bringt also tatsächlich was! 😉

Das Wetter war herrlich. Zwar war der Himmel die meiste Zeit bedeckt und ab und zu blies ein kühler Wind, dennoch froren wir kaum. Die Sonne brannte nicht herunter, dennoch war es angenehm warm. Wir sahen sehr viele Kühe, einige Schafe, Hunde, Katzen und sogar Alpakas! Es war eine herrliche, kleine Tour und ich freue mich bereits auf die nächste. Dann wollen wir aber eine grössere Runde machen und bis nach Einsiedeln zum Kloster fahren.

Männlein gegen Weiblein

Vor ein paar Tagen haben der Held und ich zum ersten Mal gemeinsam an einem Wettlauf teilgenommen. Da er mir in fast allen Sportarten überlegen ist, wollte ich seine Zeit in diesem Wettlauf unbedingt unterbieten.

Aufgrund meiner regelmässigen Trainings der letzten zwei Jahre und der Erfahrungen während gemeinsamer Trainingsrunden war ich ziemlich zuversichtlich, mein Ziel zu erreichen (sein Unfall im Januar, der ihn für vier Wochen völlig flachgelegt hat, hat zudem seine Trainingsphase erheblich verkürzt). Dennoch wusste ich, dass er kämpfen würde und mich an einem guten Tag durchaus schlagen kann. Deshalb war es mir wichtig, mein Bestes zu geben.

Umso grösser war meine Freude, als ich nach etwa drei Vierteln der Strecke realisierte, dass eine Zeit unter 55 Minuten drin lag. Mein oberstes Ziel war, unter einer Stunde zu bleiben. Heimlich hoffte ich aber auf eine Zeit unter 55 Minuten. Anfangs sah es nicht danach aus. Obwohl die Strecke erst bergab und dann geradeaus führte, war mein Schnitt auf dem ersten Kilometer zu hoch (bzw. zu tief, je nachdem wie man es sieht – jedenfalls zu langsam). Und bereits nach drei Kilometern spürte ich erste Ermüdungserscheinungen. Doch Tempo drosseln kam nicht in Frage. Ich wusste, dass ich über zehn Kilometer einen Schnitt von 5 min/km halten kann und lief deshalb weiter. Nach etwa vier Kilometern stieg die Strecke an und führte während mehrerer Kilometer immer wieder hinauf (insgesamt waren es wohl ca. 150 Höhenmeter) und mir wurde immer wieder übel. Meine Verdauung, die mir im Alltag kaum je Probleme bereitet, scheint beim Laufen jeweils Mühe zu haben, denn mir wird bei Wettläufen öfters übel. Ich versuchte mich abzulenken und freute mich, als die Strecke wieder geradeaus und leicht bergab führte. Ab da ging es mir besser. Auch die Anzeige auf meiner Pulsuhr gab mir neue Kraft, denn nach etwa sieben Kilometern wusste ich, dass eine Zeit um 55 Minuten doch noch möglich wäre. Am Schluss wurden es 52 Minuten und 17 Sekunden. Ich war so stolz! Und ich wusste, dass ich den Helden damit geschlagen hatte. (hihi) Doch er kam mir näher als erwartet: Er beendete das Rennen in weniger als einer Stunde! Und das praktisch ohne Training…