Wissen am Wochenende: Dissonanztheorie

Die Dissonanztheorie besagt, dass jeder Mensch in seinen Einstellungen, Meinungen und in seinem Verhalten nach Konsonanz (=Übereinstimmung) strebt und Dissonanz (=Nicht-Übereinstimmen, Abweichung) ein unangenehmes Gefühl auslöst. Dissonanz wird beispielsweise wahrgenommen, wenn jemand raucht, obwohl er weiss, dass er damit sein Asthma verschlimmert. Um diesen unangenehmen Zustand zu verlassen, sucht die betreffende Person nach Informationen, die sein Verhalten unterstützen, verharmlost es, meidet Informationen, die gegen das Verhalten sprechen etc. Bleiben wir beim genannten Beispiel vom Raucher: Diese Person weiss, dass das Rauchen sein Asthma verschlimmert, gleichzeitig kann er es nicht lassen. Beim Rauchen fühlt er sich dann jeweils schuldig und es ist ihm unangenehm. Um diese Gefühle zu mildern, beruhigt er sich selber mit Sätzen, wie „Eine ist keine“, „Ich habe mal gehört, dass eine Zigarette pro Tag gar nicht so schlimm ist“ etc. und ignoriert alle Informationen, die die schlechten Auswirkungen des Rauchens auf Asthma beinhalten.

Dasselbe Prinzip greift auch, wenn jemand beispielsweie den Schokoladegenuss mit den darin enthaltenen Polyphenolen entschuldigt.

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