Zucchinisuppe

Zucchinisuppe

Vor kurzem waren bei uns Zucchini im Angebot. Ich nahm eine Packung davon mit nach Hause und machte daraus eine leckere, leichte Suppe. Da ich die Suppe oberlecker fand, gebe ich euch das Rezept zum Nachkochen:

Ich schnitt die Zucchini in Stücke ungefähr der Grösse einer Himbeere (Anfang und Ende schnitt ich ab, aber die Schale liess ich dran), schälte noch einige Kartoffeln und schnitt diese ebenfalls in Stückchen (so im Verhältnis von 2:1, mit mehr Zucchini). Dann liess ich das Gemüse etwa 20 Minuten in etwas mehr als einem Liter Bouillon köcheln (das ganze Gemüse sollte mit Wasser bedeckt sein). Nach 10 Minuten gab ich noch ein Zweiglein frischen Rosmarins bei und liess dieses mitköcheln.

Als alles weich war, nahm ich den Rosmarin raus und pürierte die Suppe. Und fertig! Meiner Meinung nach harmoniert der Rosmarin perfekt mit dem Gemüse, überdeckt es (wenn man nicht zu viel nimmt) aber auch nicht. Ausserdem ist die Suppe total schnell gemacht, für das Schnippeln brauchte ich gerade mal 10 Minuten, danach kann man die Suppe sich selber überlassen. Viel Spass beim Ausprobieren!

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Resteverwertung Rezept #8

Vor kurzem hatte ich noch einige Kartoffeln übrig, die dringend verwertet werden mussten. Da ich auch noch Kohlrabi (Stängelrübe) zu Hause hatte und keine Lust darauf, die beiden Dinge einfach zu kochen und so zu essen, machte ich daraus eine Suppe. Ich schälte die Kartoffeln und den Kohlrabi (das Verhältnis zwischen Kohlrabi und Kartoffeln betrug ungefähr 3:2), schnitt sie klein und kochte sie in einer Gemüsebouillon während etwa 20 Minuten. Anschliessend pürierte ich das Ganze, was ohne Probleme gelang, obwohl die Kartoffeln festkochend und damit eigentlich ungeeignet für Suppe waren. Gewürzt habe ich mit Pfeffer und Muskatnuss, was hervorragend passte. Die Suppe schmeckte hervorragend, durch die Kartoffeln war der Kohlgeschmack nicht zu dominant und die Suppe wurde schön sämig.

Wer mag, kann die Suppe natürlich noch mit Sahne oder Crème fraîche verfeinern und das Grün des Kohlrabi gibt eine schöne, essbare Deko ab. Demnächst möchte ich die Kombination Kartoffeln – Zucchini ausprobieren. Mhmmmmm!

Resteverwertung Rezept #7

Im letzten Rezept zur Verwertung von Resten beschrieb ich eine Methode, um altes Brot noch zu verwenden (siehe Resteverwertung Rezept # 6). Heute möchte ich euch eine weitere Möglichkeit aufzeigen, wie man trockenes Brot in eine leckere Mahlzeit verwandeln kann.

Für dieses Rezept soll das Brot noch nicht steinhart sein. Es muss sich noch gut schneiden lassen, denn als Erstes wird das Brot in Würfel von etwa 2cm Kantenlänge geschnitten und in einem tiefen Teller mit wenig Milch oder Wasser besprengt. Die Würfel sollen feucht, aber nicht matschig werden.

Wenn die Würfel das Wasser oder die Milch aufgesogen haben, werden sie in einer Bratpfanne bei mittlerer Hitze kurz angeröstet. Anschliessend werden zwei bis vier Eier (je nach Brotmenge und Anzahl Personen auch mehr) dazugegeben und alles verrührt bis das Ei stockt. Dann noch würzen und schon ist das Restenmenü (aka Rührei mit Brotwürfeln) fertig.

Wer das Ganze noch aufwerten möchte, kann natürlich auch noch Gemüse (und/oder Speckwürfel, Schinkenstückchen, Wurstscheiben etc.) dazumischen. Am besten eignet sich dazu schnellkochendes Gemüse (z.B. dünne Karottenscheiben, Mais, Pilze, Paprika, Zucchini, Aubergine, Radieschen etc.). Das wird in mundgrosse Stücke geschnitten und zusammen mit den Brotwürfeln kurz angebraten. Je mehr Masse in der Pfanne ist, desto mehr Eier braucht man. Alternativ kann man die Zutaten auch alle in einer Schüssel vermischen, dann die Eier unterrühren und alles zusammen in der Pfanne anbraten. Wenn man die Eimasse während des Bratens nicht umrührt und alles zugedeckt stocken lässt, entsteht eine Art Eierkuchen (auch Spanisches Omelett genannt). Guten Appetit!

Quarktäschchen

Quarktäschchen mit Nutella-Füllung

Vor einer Weile habe ich auf diesem Blog ein leckeres und einfaches Rezept für Quarktäschchen mit Nuss-Nougat-Creme gefunden. An einem regnerischen Sonntag im Mai habe ich es dann das erste Mal nachgebacken. Die Zutaten hatten wir idealerweise sowieso alle im Haus (bzw. in der Wohnung 😉 ).

Tatsächlich war es ganz einfach, die Quarktäschchen herzustellen. Der Teig liess sich leicht und schnell zusammenfügen und auch das Auswallen bereitete keine Probleme. Obwohl ich Magerquark und Halbweissmehl – statt Vollfettquark und Weissmehl – benutzte, funktionierte das Rezept ohne Probleme. Weil meine Ausstechform kleiner war als im Originalrezept, wurden es über 30 Stück. Einige davon nahm ich mit zur Arbeit, wo sie in Rekordgeschwindigkeit verputzt wurden.

Mittlerweile habe ich die Täschchen bereits zum zweiten Mal gemacht. Ich habe dabei den Teig etwas dünner ausgewallt und weniger Füllung drauf getan. Zudem habe ich sie mit ein wenig Hagelzucker dekoriert:

Teigkugel Quarkteig
Der Teig muss schön glatt sein (wenn er zu klebrig ist, noch ein bisschen Mehl hinzufügen), dann wandert er in Klarsichtfolie gehüllt in den Kühlschrank.
Quarktäschchen Füllung
Nicht zu viel Füllung nehmen, sonst quillt es über.
Quarktäschchen vor dem Backen
Ab in den Ofen!
Quarktäschchen gebacken
Und fertig! Mhmmmmmm

Ich könnte mir auch eine salzige Variante mit Kräuterfrischkäse-Füllung gut vorstellen. Oder mit einer Paste aus kleinen Lachsstückchen und Meerrettichdip. Oder aus einer Mischung aus Tomatenmark und Käse…

Chräbeli (Anisgebäck)

Chräbeli (ein hartes Anisgebäck) sind typische Schweizer Weihnachtsplätzchen. Und ich hasste sie. Jahrelang und abgrundtief. Alles was ähnlich wie Anis schmeckt (also auch Kümmel, Fenchelsamen etc.) war mir zuwider. Vor ein paar Jahren änderte sich das. Zwar bin ich noch immer kein sehr grosser Fan dieser Gewürze, zwischendurch mag ich aber ganz gerne ein paar Chräbeli oder ein Apérogebäck mit Kümmel. Und seit ich diese Weihnachtsplätzchen selber mache, mag ich sie noch mehr.

Deshalb beschloss ich vor kurzem – trotz warmer Temperaturen und Frühlingsgezwitscher – wieder einmal eine Ladung Chräbeli zu backen. Sie sind ganz einfach und schnell zu machen, wenn man mal von der Trocknungszeit absieht. Nachdem der Teig in Form gebracht und die Teigstücke auf ein gefettetes Blech (kein Backpapier, das ist ganz wichtig!) gelegt wurden, muss das Ganze nämlich erst mal 24 bis 48 Stunden trocknen bis es unten kleine „Füsschen“ bekommt. Dann ab in den Ofen damit und anschliessend schön auskühlen lassen. Und dann geniessen!

Die Chräbeli sind übrigens mehrere Wochen haltbar, wenn sie in einer gut verschlossenen Keksdose aufbewahrt werden. Perfekt also, um grössere Mengen auf einmal herzustellen.

Das Rezept habe ich von hier. Und das sind meine Fotos vom Entstehungsprozess:

Backblech einfetten
Backblech unbedingt einfetten! Macht man dies mit Pflanzenöl, sind die Plätzchen sogar laktosefrei.

 

Chräbeli Zutaten
Alle Zutaten ausser das Mehl werden gemixt…

 

Chräbeli Eimasse gemixt
…bis die Eimasse heller wird.

 

Chräbeli fertiger Teig
Dann das Mehl hinzufügen und unterkneten.

 

Chräbeli geformt
Nun müssen die Chräbeli 24 bis 48 Stunden trocknen.

 

Chräbeli gebacken
Und so sehen sie aus nach dem Backen. Chräbli mit lustigen, kleinen Füssen…

 

Resteverwertung Rezept #6

Paniermehl selbstgemacht

Ok, ein richtiges Rezept ist das heute nicht. Mehr eine Verwertungsmethode.

Vor kurzem hatten der Held und ich einige Brotreste, die schon richtig hart geworden waren. Deshalb beschloss ich, es zu Paniermehl zu verarbeiten und ein anderes Mal für die Panade von Fleisch oder Gemüse zu verwenden. Ich nahm also das Brot und begann, es mit einer Reibe zu bearbeiten. Nach wenigen Minuten gab ich auf, denn ich realisierte, dass der zeitliche Aufwand riesig sein würde. Als nächstes schnappte ich mir also einen Gefrierbeutel (weil die so robust sind) und ein Nudelholz, legte das Brot (in mundgrossen Stücken) in den Beutel und begann, darauf einzuschlagen (mit dem Nudelholz). Das machte anfangs grossen Spass (und Lärm!), bald aber wurde mein Arm schwer. Deshalb änderte ich meine Taktik und zermahlte das Brot mit meinem Gewicht. Das ging schon viel besser. Auf diese Weise schaffte ich es, die Brotresten zu kleinen Krumen und einer Art „Brotstaub“ zu verarbeiten. Ich war sehr zufrieden mit mir und stolz, dass ich die Reste nicht weggeworfen hatte.

Aber es war eine anstrengende und zeitintensive Arbeit. Deshalb beschloss ich, beim nächsten Mal den Küchenmixer zu gebrauchen. Mal sehen, wie das klappt…

Habt ihr schon einmal Brot zu Paniermehl verarbeitet? Wie oder womit habt ihr das gemacht?

Resteverwertung Rezept #5

Eine weitere gute Möglichkeit, um alle möglichen Arten von Resten zu verwerten, ist Salat. Egal ob Gemüse, Fleisch, Wurst, Pasta, Reis oder anderes – mit ein bisschen Essig, Öl und Gewürzen lässt sich damit schnell ein leckerer Salat zaubern. Selbst Käse, Braten, Chicken Nuggets oder Sauerkraut kann in einen Salat wandern. Natürlich sollte man nicht einfach alles reinschmeissen, denn dann sind es wahrscheinlich zu viele unterschiedliche Aromen auf einmal. Aber wagt doch ein paar neue Kombinationen! Wie wärs mit Eblysalat mit Pilzen, Käse und Tomaten? Oder Fenchel mit Weisskohl und Chicken Nuggets? Oder Kidneybohnen mit Chicorée und Kürbis? Erzählt mir doch von euren Kombinationen und wie es euch geschmeckt hat!

Resteverwertung Rezept #4

Eines meiner Lieblingsrezepte zur Verwertung von Resten ist das Anbraten von Spaghetti. Das haben wir früher, als ich noch ein Kind war, häufig als schnelles Mittagessen gemacht. Dazu gaben wir einfach die Spaghetti (am liebsten schon gemischt mit Tomatensugo, aber man kann auch die „nackten“ Spaghetti anbraten und dann rohe Eier darunter mischen bis es eine Art Rührei gibt) in eine Bratpfanne und brieten sie je nach Menge zwischen 10 und 15 Minuten an. Die Tomatensauce wird durch das Anbraten fast wie Tomatenpürree und kriegt mehr Würze. Und die Spaghetti kriegen zum Teil etwas Farbe und werden ganz knackig. Mhmmmm!

Resteverwertung Rezept #3

Wenn wir früher jeweils (über)reife Bananen hatten, die niemand mehr essen wollte, machte meine Mutter dieses leckere Essen: Hähnchengeschnetzeltes an einer Currysauce mit Reis. Dazu wurden die Bananen geviertelt (1x längs und 1x quer) und in einer separaten Bratpfanne angebraten bis sie leicht gebräunt waren. Durch die Wärme karamellisiert der Fruchtzucker der Banane, was die Süsse hervorhebt und einen leckeren Geschmack gibt. Meist wurden zudem Früchte aus der Dose (der Zuckersirup wird vorher abgeschüttet) in die Currysauce gegeben. Das ergibt eine gute Mischung aus süss, salzig und leicht scharf.

Dieses Gericht namens „Riz Casimir“ kam Mitte des letzten Jahrhunderts in der Schweiz auf, als exotische Früchte erschwinglicher wurden, und ist bis heute sehr beliebt.

Natürlich kann man die Bananen auch einfach so anbraten und beispielsweise mit einer Kugel Vanilleeis als Nachtisch servieren. Oder man gibt sie zusammen mit etwas Schokolade oder Schokosauce auf einen Pfannkuchen und wickelt diesen ein. Auch mit Joghurt und Nüssen als süsses Frühstück kann ich mir die gebratenen Bananen gut vorstellen.

Resteverwertung Rezept #2

Wokpfanne

Die meiner Meinung nach beste und einfachste Art, um Reste zu verwerten, ist eine Wokpfanne. Egal ob Fleisch, Würsten, Pasta, Reis, Kartoffeln oder Gemüse: alles darf rein. Und wenn die Zutaten schon vorgekocht sind, spart man sich auch noch die Garzeit! Also einfach alles nach Lust und Laune in den Topf schmeissen, kurz warm werden lassen und würzen. Fertig!

Wer mag, kann natürlich noch frisches Gemüse (z.B. Tomaten, Pilze, Paprika, Kohl, Fenchel, Spinat etc.) reinwerfen. Auch frische Kräuter peppen das Ganze auf. Dann einfach auf den Tisch und geniessen!

Guten Appetit!