Krimi-Dinner

Vor kurzem feierten wir den Geburtstag meiner kleinen Schwester nach. Als Überraschung hatten wir ein lustiges Abendessen mit einem Krimispiel geplant. Die Unterlagen bestellten wir unter http://www.krimi-kueche.de/. Auf der Homepage werden die Unterlagen für verschiedene Szenarien angeboten, die man dann in einem kleinen Päckchen bestellen kann. Als Gastgeber muss man dann nur noch die Einladungen inklusive der Rollenbeschreibung für jeden Teilnehmer versenden und für Essen sorgen. Ein Krimidinner dauert drei bis vier Stunden und besteht aus insgesamt fünf Runden. Am lustigsten wird es, wenn sich jeder entsprechend seiner Rolle verkleidet, aber auch ohne Kostüme ist das Spiel ein grosser Spass.

Wir hatten es jedenfalls sehr lustig an dem Abend. Die Rollen haben erstaunlich gut zu unserer Gruppe gepasst, was die Rollenzuteilung einfach machte.  Und obwohl wir abgemacht hatten, uns nicht zu verkleiden, gab sich jeder Mühe, sein Äusseres der Rolle anzupassen. Es wurde verschwiegen und geschwindelt, verdächtigt und gegrübelt, verhört und gelacht. Das Essen trat dabei völlig in den Hintergrund. Am Ende fanden wir trotz zahlreicher Wirrungen und verschiedener Motive aller Teilnehmer heraus, wer das Verbrechen begangen hatte. Yes! Definitiv ein spassiger Abend und eine gute Idee auch für lange Winterabende.

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Erdnussbutter selbst gemacht

Als ich im Dezember die Caramelbonbons für meine Verwandtschaft fabrizierte, beschloss ich spontan zusätzlich noch ein Gläschen voll Erdnussbutter herzustellen. Zum einen konnte ich damit einen grossen Teil unserer Nussvorräte tilgen und zum anderen hatte ich damit auch ein selbst gemachtes Weihnachtsgeschenk für meine Grossmutter, die aufgrund ihrer Diabetes auf die Caramelbonbons verzichten musste.

Das Ganze ist eine ganz einfache (aber je nach Gerät ziemlich langwierige) Sache. Am meisten Schmutz verursachte das Schälen der Nüsse, also wenn ihr euch das ersparen wollt, kauft gleich geschälte Nüsse. Nehmt etwa eineinhalb bis doppelt so viele Nüsse, wie in den gewünschten Behälter (z.B. Marmeladenglas, Einmachglas…) passen und röstet diese bei Bedarf kurz ohne Fett an. Dadurch wird der Geschmack eurer Erdnussbutter etwas intensiver. Ihr könnt das mit einer Bratpfanne oder im Backofen machen. Passt auf, dass die Nüsse nicht zu dunkel werden, sie verbrennen sehr schnell. Anschliessend lasst ihr sie auskühlen und schmeisst sie dann nach und nach in den Mixer. Bei ungesalzenen Nüssen gibt man dazu noch eine Prise Salz, nach Belieben können auch noch Gewürze (z.B. Chilli, Curry) oder Honig beigegeben werden. Wenn die Konsistenz auch nach langem Mixen noch sehr trocken und bröcklig ist, kann man zudem noch ein bis zwei Esslöffel Öl (Erdnussöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl) in den Mixer geben. Wenn die Masse die gewünschte Konsistenz (mit kleinen Stückchen oder ganz glatt) angenommen hat, muss es einfach noch in den Behälter gegossen werden – et voilà! Fertig ist eure selbst gemachte Erdnussbutter!

Erdnüsse
Lecker Erdnüsse!
geschälte Erdnüsse
Ungefähr eineinhalb bis doppelt so viele wie ins Gefäss passen, brauchst du.
gemahlene Erdnüsse
alles schön malen
Erdnussbutter
Guck! Es wird langsam zu Erdnussbutter!
Erdnussbutter fertig
Lecker auf Brot oder pur 😉

 

Wenn die Masse direkt nach dem Mixen noch etwas zu flüssig ist, ist das nicht schlimm. Wenn sie abkühlt, wird sie wieder fester und sollte dann streichfest sein. Die Erdnussbutter sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von ca. sechs Wochen aufgebraucht werden.

Guten Appetit!

Übrigens können auch gesalzene Nüsse verwendet werden, dann braucht es kein zusätzliches Salz.

Caramelbonbons

Seit einigen Jahren mache ich die Weihnachtsgeschenke für meine weitere Verwandtschaft (Grosseltern, Tante, neue Partner meiner Eltern…) wieder selber. So wie früher als Kind, nur hoffentlich schöner. Dieses Jahr habe ich mich für Caramelbonbons entschieden.

Da ich noch nie selber Caramelbonbons gemacht habe, startete ich im Oktober einen ersten Versuch. Er misslang. Die „Bonbons“ waren zwar lecker, aber vieeeel zu weich, ja geradezu gummig. Etwa zehn Tage später versuchte ich es deshalb nochmals und liess die Masse zwei (!!!) Stunden lang kochen. Das Ergebnis war leider nicht viel besser. Im Kühlschrank wurden die Bonbons zwar einigermassen hart (bzw. so bröckelig wie ich es von Herbstmessen her kenne), aber ich war damit nicht zufrieden. Also startete ich einen weiteren Versuch mit einem neuen Rezept. Auch dieser misslang. Nachdem ich die Masse etwa 90 Minuten gekocht hatte (sechs Mal so lange wie im Rezept angegeben), wurde sie zwar schön karamellig braun, aber selbst nach einer Nacht auf der Terrasse, war alles noch sehr flüssig. Ich war langsam wirklich etwas genervt. So viel Zeit und so viele Lebensmittel waren unterdessen drauf gegangen. Dennoch wollte ich es unbedingt hinkriegen. Schon von Kindesbeinen an hatte ich Caramelbonbons geliebt. Und so schwer konnte es doch nicht sein! Also startete ich nochmals einen Versuch. Mit einem Rezept, das mir eine ehemalige Schulfreundin gab. Und endlich klappte es!! Zwar liess ich die Bonbons beim ersten Versuch ein wenig zu lang kochen, aber lecker waren sie trotzdem. Und das beste: Es dauerte nur rund eine halbe Stunde! Hier für euch das ganz einfache Rezept:

2.5 dl Sahne, 1 dl Milch und 300g Zucker in eine weite Pfanne geben und ca. eine halbe Stunde sprudelnd kochen lassen. Dann die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bleck giessen, ein wenig auskühlen lassen und in Stücke schneiden. Dann ganz auskühlen lassen und geniessen 🙂

Zwei Dinge habe ich bei dieser Odyssee jedenfalls gelernt: Caramelbonbons unbedingt in einer weiten Pfanne (z.B. Bratpfanne) machen und nicht vor hohen Temperaturen zurückschrecken. Wenn die Masse nicht richtig sprudelnd kocht (gerade so, dass es nicht überkocht), dauert es ewig.

Hier nun noch ein paar Beweisfotos:

kochende Zuckermasse
So sieht es zu Beginn aus.
Zucker caramellisiert
Langsam wird es caramellig.
Caramelmasse
Jetzt sofort auf ein Bleck leeren zum Auskühlen.
fertige Caramelbonbons
Und verschenken! (oder selber essen…)

 

Adventskalender

Jedes Jahr bastle ich dem Helden einen Adventskalender mit kleinen Überraschungen darin oder daran. Vor zwei Jahren habe ich 24 kleine Geschenke vorbereitet, eingepackt und nummeriert. Letztes Jahr habe ich ich lauter kleine Sachen an ein Geschenkband geknotet, so dass es eine Art Geschenkgirlande ergab. Und dieses Jahr habe ich 24 Klopapierrollen in einen Karton geklebt und jeweils etwas Kleines in diese Rollen gesteckt. Die Nummern habe ich einfach auf Papier geschrieben, über die Klopapierrollen gestülpt und mit einem Gummiband befestigt (so wie bei den Marmeladegläsern früher).

Als Füllung habe ich in allen drei Jahren ähnliche Dinge gebraucht, da die Geschenke klein und nicht zu teuer sein sollten. Trotz dieser Beschränkungen gibt es viele Möglichkeiten, einen Adventskalender zu füllen:

  • Gutscheine (für eine Schlittelfahrt, eine Massage, ein gemeinsames Essen…)
  • Süssigkeiten
  • kleine Kosmetikartikel (Parfümproben, kleine Handcreme, Reisedeo, Badezusatz etc.)
  • Massageöl
  • Schmuck (z.B. ein Lederarmband)
  • ein Spruch oder ein Gedicht
  • ein persönlicher Brief
  • ein paar Socken oder Unterwäsche
  • USB-Stick mit einer persönlichen Powerpoint-Präsentation oder einem Video drauf
  • ein spezieller Stift (z.B. mit Gravur, Muster…)
  • Briefmarken (braucht man immer wieder)
  • schöne Fotos von dir/euch beiden zusammen
  • Witze
  • ein spezielles Speiseöl/Salz/Gewürz
  • Kondome
  • Tee
  • Taschentücher
  • Shotglas/Espressotasse
  • Mini-Schnapsfläschchen/Mini-Likör/…

Natürlich gibt es neben diesen allgemeinen Geschenkvorschlägen viele weitere Dinge, an denen dein Freund/Mann/Bruder Freude haben könnte. Ein Tierfreund freut sich vielleicht über Futter für seine Lieblinge, ein Mann mit grünem Daumen mag Saatkörner in seinem Adventskalender, ein sportlicher Mann jubiliert über ein Ticket für einen Sportanlass etc. Ich wünsche euch viel Spass beim Basteln und Geschenkideen sammeln! Und euren Beschenkten viel Spass beim Auspacken 😉