Zucchinisuppe

Zucchinisuppe

Vor kurzem waren bei uns Zucchini im Angebot. Ich nahm eine Packung davon mit nach Hause und machte daraus eine leckere, leichte Suppe. Da ich die Suppe oberlecker fand, gebe ich euch das Rezept zum Nachkochen:

Ich schnitt die Zucchini in Stücke ungefähr der Grösse einer Himbeere (Anfang und Ende schnitt ich ab, aber die Schale liess ich dran), schälte noch einige Kartoffeln und schnitt diese ebenfalls in Stückchen (so im Verhältnis von 2:1, mit mehr Zucchini). Dann liess ich das Gemüse etwa 20 Minuten in etwas mehr als einem Liter Bouillon köcheln (das ganze Gemüse sollte mit Wasser bedeckt sein). Nach 10 Minuten gab ich noch ein Zweiglein frischen Rosmarins bei und liess dieses mitköcheln.

Als alles weich war, nahm ich den Rosmarin raus und pürierte die Suppe. Und fertig! Meiner Meinung nach harmoniert der Rosmarin perfekt mit dem Gemüse, überdeckt es (wenn man nicht zu viel nimmt) aber auch nicht. Ausserdem ist die Suppe total schnell gemacht, für das Schnippeln brauchte ich gerade mal 10 Minuten, danach kann man die Suppe sich selber überlassen. Viel Spass beim Ausprobieren!

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Wissen am Wochenende: Reaktanztheorie

Sag deiner kleinen Tochter, dass sie deine Schminksachen in Ruhe lassen soll und du wirst sie prompt mit Lippenstift im Gesicht und Mascara in den Haaren vorfinden. Verbiete deinem Sohn den Umgang mit einem Kollegen und sie werden sich umso öfter treffen.

Diese Beispiele zeigen das typische Verhalten von kleinen Kindern oder rebellierenden Jugendlichen: Was verboten ist, wird erst recht gemacht! Doch dieses „Trotzverhalten“ beschränkt sich nicht nur auf die Kindheit oder Jugend, es ist auch bei Erwachsenen beobachtbar und wird Reaktanz genannt. Wenn eine Person das Gefühl hat, dass ihre Wahlfreiheit beschränkt wird, will sie diese Wahlfreiheit wieder herstellen. Häufig genug geschieht dies, indem die betreffende Person das verbotene Verhalten durchführt. Dabei hätte sie diese Alternative bei freier Wahlmöglichkeit möglicherweise gar nicht ausgewählt. Alleine durch die Tatsache, dass die Alternative plötzlich nicht mehr zum Erlaubten gehört, wird sie attraktiv und wünschenswert.

Ein Beispiel: Mutter und Tochter gehen ein Eis essen. Die Auswahl ist gross, doch die Mutter erlaubt der Tochter nur die billigeren Sorten. Daraufhin gibt es Streit, denn die Tochter möchte unbedingt das teure Tiramisu-Eis, obwohl sie den Kaffeegeschmack darin gar nicht mag. Am Ende setzt sie sich durch, aber isst ihr Eis nicht auf, weil der Kaffeegeschmack zu aufdringlich ist…

Verbote sind natürlich nötig und wichtig, doch man sollte sich im Alltag gut überlegen, welche Verbote man wirklich ausspricht und wie man sie anbringt.

Resteverwertung Rezept #8

Vor kurzem hatte ich noch einige Kartoffeln übrig, die dringend verwertet werden mussten. Da ich auch noch Kohlrabi (Stängelrübe) zu Hause hatte und keine Lust darauf, die beiden Dinge einfach zu kochen und so zu essen, machte ich daraus eine Suppe. Ich schälte die Kartoffeln und den Kohlrabi (das Verhältnis zwischen Kohlrabi und Kartoffeln betrug ungefähr 3:2), schnitt sie klein und kochte sie in einer Gemüsebouillon während etwa 20 Minuten. Anschliessend pürierte ich das Ganze, was ohne Probleme gelang, obwohl die Kartoffeln festkochend und damit eigentlich ungeeignet für Suppe waren. Gewürzt habe ich mit Pfeffer und Muskatnuss, was hervorragend passte. Die Suppe schmeckte hervorragend, durch die Kartoffeln war der Kohlgeschmack nicht zu dominant und die Suppe wurde schön sämig.

Wer mag, kann die Suppe natürlich noch mit Sahne oder Crème fraîche verfeinern und das Grün des Kohlrabi gibt eine schöne, essbare Deko ab. Demnächst möchte ich die Kombination Kartoffeln – Zucchini ausprobieren. Mhmmmmm!

Wissen am Wochenende: Mere Exposure-Effekt

Mere Exposure wird auf Deutsch übersetzt als „blosse Darbietung“. Damit ist gemeint, dass ein Stimulus (ein Bild, ein Film, ein Ton, ein Gegenstand, eine Person – irgendetwas) einer Person gezeigt wird, ohne dass bei dieser Person irgendwelche psychologische Prozesse dabei ablaufen. Dieser Stimulus wird also sozusagen nebenbei und ohne bewusste Aufmerksamkeit wahrgenommen.

Mit dem Mere Exposure-Effekt wird deshalb das Phänomen beschrieben, dass diese blosse Darbietung reicht, um die Einstellung gegenüber diesem Stimulus zu beeinflussen. So haben viele Studien gezeigt, dass eine häufige Darbietung eines Stimulus reicht, dass bei den betreffenden Personen eine positive Einstellung gebildet wird gegenüber dieser Stimuli. Dieser Effekt macht sich beispielsweise die Werbeindustrie zunutze: Wenn man die Werbung für ein Produkt nur häufig genug gehört oder gesehen hat, selbst wenn man dabei gar nicht aufmerksam war, entwickelt sich eine positive Einstellung gegenüber diesem Produkt und man ist eher gewillt es zu kaufen. Auch Personen, die man bereits einige Male gesehen hat (auch wenn man nicht mit ihnen gesprochen hat), bewertet man automatisch positiver als Menschen, die man noch nie gesehen hat.

Jogginggeschichten #7

Schon lange gab es auf dem Blog keine Jogginggeschichte mehr. Aber heute habe ich wieder etwas zu erzählen, was mir auf einer meiner Runden passiert ist. Ich war vor kurzem unterwegs auf meiner üblichen Runde und hatte Musik dabei. Meistens laufe ich ohne Musikgerät, doch an dem Nachmittag hatte ich Lust darauf.

Auf dem Rückweg lief ich auf einer Landstrasse zwischen Kuhweiden und suchte gerade nach einem bestimmten Lied, als ein Radfahrer nahe an mich heran fuhr und „Buh!“ machte. Ich erschrak mich ziemlich, musste aber lachen. Der Radfahrer drehte sich nicht um, sondern schimpfte vor sich hin und ich hörte so etwas wie „…muss nicht mit Musik im Ohr rennen…“ oder so.

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder dem Kerl nachlaufen und ihn zur Rede stellen sollte. Ich liess ihn schliesslich ziehen (er fuhr erst total langsam, so dass ich ihn leicht hätte einholen können…), obwohl ich ein bisschen wütend war. Zwar kann ich seine Meinung verstehen – mit Musik zu laufen kann gefährlich sein und ausserdem laufe ich ja, um abschalten und den Kopf „durchlüften“ zu können. Aber muss man deswegen jemanden extra erschrecken?! Meiner Meinung nach gibt es da bessere Methoden…

 

 

Tue Gutes und wenn du willst, rede darüber

Von Zeit zu Zeit wird mir bewusst, dass Nächstenliebe bei mir häufig im Alltag untergeht. Durch den Stress und den Druck reagiere ich schnell gereizt oder abwesend, wenn jemand etwas von mir will. Deshalb versuche ich zwischendurch ganz bewusst etwas für eine andere Person zu machen. Etwas, das mir keinerlei Vorteil bringt.

Hinterher fühle ich mich meistens supergut und bin total zufrieden. Deshalb möchte ich heute 30 Vorschläge machen, wie ihr im kleinen Rahmen Gutes tun könnt:

  1. besuche deine Grosseltern oder rufe sie an
  2. backe einen Kuchen für deine Schwester, deinen Liebsten, deinen Vater, eine Freundin…
  3. überrasche deine Mutter mit einem Blumenstrauss
  4. bringe deinen Arbeitskollegen eine kleine Zwischenverpflegung  mit
  5. schreibe eine schöne Karte an jemanden, von dem du lange nichts mehr gehört hast
  6. gehe mit dem Hund deiner Nachbarin spazieren
  7. überrasche einen Freund, der gerade für Prüfungen lernt oder eine Arbeit schreibt, mit leckerem Essen
  8. hilf einer älteren Person im Haushalt
  9. hilf einer Mutter, den Kinderwagen in den Bus zu hieven
  10. kaufe einem Obdachlosen etwas zu essen und zu trinken
  11. wasche das Auto deines Liebsten
  12. richte das Abendessen besonders schön an
  13. begleite deine Freundin an das Fest, auf das du überhaupt keine Lust hast
  14. hör zu
  15. bringe jemandem etwas bei, das er oder sie von dir lernen möchte (z.B. Freundschaftsbänder flechten, E-Mails verschicken, das perfekte Risotto kochen…)
  16. bastle ein Freundschaftsalbum mit Fotos, Blumen und Erinnerungen an gemeinsame Abenteuer für deine beste Freundin
  17. teile deine Lieblingsschokolade mit jemandem
  18. lass jemandem einen Blumenstrauss schicken – einfach so
  19. bringe deinem Schatz das Frühstück ans Bett
  20. spiele für jemanden das Taxi, auch wenn du eigentlich zu müde bist
  21. entführe deinen Kollegen für ein Überraschungspicknick
  22. verkaufe Dinge, die du nicht mehr brauchst und spende den Erlös
  23. sei als Zuschauer bei einem Volkslauf dabei und feuere die Teilnehmer lautstark an
  24. unterstütze deine Freundin bei der Erreichung ihrer Ziele und trainiere mit, wenn sie ein sportliches Ziel hat oder verzichte ebenfalls auf Süssigkeiten/Zigaretten…
  25. verteile ernst gemeinte Komplimente
  26. kümmere dich um deinen kranken Bruder; bringe ihm Essen und Medikamente, Lesestoff oder DVDs vorbei, lese ihm vor, hör dir sein Gejammer an, mache ihm Tee, Wadenwickel oder eine Bettflasche
  27. gönne jemandem etwas von Herzen
  28. überrasche jemanden mit einer Massage
  29. schau mit deiner Freundin zum 100. Mal ihren Lieblingsfilm, auch wenn du ihn langsam satt hast
  30. erledige für jemanden eine Aufgabe, die diese Person hasst (Wäsche machen, eine Rechnung begleichen, einen Brief schreiben, einkaufen…)

Wissen am Wochenende: Primacy- und Recency-Effekt

Der Primacy-Effekt beschreibt die Tendenz, dass Informationen, die früh bzw. zuerst aufgenommen (d.h. gelesen, gehört oder gesehen) werden, stärker/länger haften bleiben und man sich daher auch leichter an diese Informationen erinnert und sie auf Entscheidungen oder Interpretationen einen grösseren Einfluss haben.

Der Recency-Effkt beschreibt genau das Gegenteil: Es ist die Tendenz, dass Informationen, die spät bzw. als Letztes aufgenommen werden, stärker/länger haften bleiben und man sich daher auch leichter an diese Informationen erinnert und sie auf Entscheidungen oder Interpretationen einen grösseren Einfluss haben.

Es gibt verschiedene Umstände, die den Primacy- bzw. den Recency-Effekt begünstigen. Wenn man beispielsweise zwei Kandidaten, die unterschiedliche Meinungen vertreten, direkt hintereinander argumentieren hört und sich erst mit zeitlichem Abstand (z.B. eine Woche später) für einen der beiden entscheiden muss, dann tritt eher ein Primacy-Effekt auf. Vermutlich bleiben die ersten Informationen einfach am besten hängen, den Rest hat man bis zur Entscheidung wieder vergessen.

Wenn man die beiden Kandidaten jedoch mit einem zeitlichen Abstand dazwischen anhört und man sich direkt nach der Anhörung des zweiten Kandidaten entscheiden muss, dann tritt eher ein Recency-Effekt auf. Es wird angenommen, dass zum Zeitpunkt der Entscheidung die späteren Argumente noch präsenter sind (und daher die Entscheidung stärker beeinflussen), während die ersten Informationen bereits vergessen sind.

Wissen am Wochenende: Dissonanztheorie

Die Dissonanztheorie besagt, dass jeder Mensch in seinen Einstellungen, Meinungen und in seinem Verhalten nach Konsonanz (=Übereinstimmung) strebt und Dissonanz (=Nicht-Übereinstimmen, Abweichung) ein unangenehmes Gefühl auslöst. Dissonanz wird beispielsweise wahrgenommen, wenn jemand raucht, obwohl er weiss, dass er damit sein Asthma verschlimmert. Um diesen unangenehmen Zustand zu verlassen, sucht die betreffende Person nach Informationen, die sein Verhalten unterstützen, verharmlost es, meidet Informationen, die gegen das Verhalten sprechen etc. Bleiben wir beim genannten Beispiel vom Raucher: Diese Person weiss, dass das Rauchen sein Asthma verschlimmert, gleichzeitig kann er es nicht lassen. Beim Rauchen fühlt er sich dann jeweils schuldig und es ist ihm unangenehm. Um diese Gefühle zu mildern, beruhigt er sich selber mit Sätzen, wie „Eine ist keine“, „Ich habe mal gehört, dass eine Zigarette pro Tag gar nicht so schlimm ist“ etc. und ignoriert alle Informationen, die die schlechten Auswirkungen des Rauchens auf Asthma beinhalten.

Dasselbe Prinzip greift auch, wenn jemand beispielsweie den Schokoladegenuss mit den darin enthaltenen Polyphenolen entschuldigt.

Woran du merkst, dass du erwachsen geworden bist

In meinem Job als Jugendarbeiterin habe ich viel mit Jugendlichen zu tun. Die meisten dieser Jugendlichen sind zwischen 15 und 17 Jahren alt und gerade mit dem Übergang von der Schule ins Berufsleben beschäftigt. Als Mittzwanzigerin, die selber gerade den Berufseinstieg sucht, fühlte ich mich nach Antritt der Stelle diesen Jugendlichen ziemlich nah. So viel älter bin ich schliesslich nicht. Diese Zeit ist bei mir noch gar nicht so lange her. Dachte ich.

Ich merkte allerdings schon nach kurzer Zeit, dass die Jugendlichen dies komplett anders wahrnehmen. Für sie war ich erwachsen. Alt. Und damit meeeeeeeilenweit von ihrem Leben, ihren Empfindungen und ihrem Denken entfernt.

Deshalb habe ich eine Liste erstellt, die andere davor bewahren soll, denselben Denkfehler zu machen, wie ich. Also, du bist erwachsen (und damit ALT), wenn…

…du die Sprache der Jugendlichen nicht mehr verstehst.

…du denkst, dass Facebook „in“ ist.

…du denkst, dass Hausarrest die schlimmere Strafe ist als Smartphone-Entzug.

…du dich mit verklärtem Blick an deine eigene Jugend erinnerst.

…du nicht verstehst, warum Marina gegenüber Dario nicht zugeben darf, dass sie ihn mag. Denn letzte Woche hat Dario noch mit Paula geflirtet und diese ist die Cousine von Marinas Exfreund Patrick. Dieser ist nun mit Marinas zweitbester Freundin zusammen, weshalb Marina und Dario nicht zusammen sein können. ???

…du dich tierisch über trinkende, laut Musik hörende und/oder spuckende Jugendliche aufregst.

 

Falls euch noch mehr Punkte einfallen, dürft ihr diese gerne unten in den Kommentaren aufzählen. Ich freue mich auf viele lustige Ideen.

Wissen am Wochenende: Gruppenpolarisierung

Als Gruppenpolarisierung wird eine Tendenz von Gruppen verstanden, extremere Entscheidungen zu treffen als der Durchschnitt der anfänglichen Ansichten der Gruppenmitglieder ist. Das heisst in einer Gruppe wird eine Entscheidung getroffen, die extremer ist als die ursprünglichen Ansichten der Gruppenmitglieder. Ein Beispiel: Das Führungsteam eines Verlags legt die Auflage eines neuen Buches fest. Der Autor hat bereits mehrere erfolgreiche Bücher geschrieben, war nun aber einige Jahre untätig, weshalb unsicher ist, ob er an die alten Erfolge anschliessen kann. Vor der gemeinsamen Sitzung werden die Führungspersonen gefragt, wie viele Exemplare sie drucken würden. Aus dieser Befragung geht ein Durchschnitt von 20’000 Exemplaren hervor. Nach der Sitzung zeigt sich, dass das Team entschieden hat, eine Auflage von 50’000 Exemplaren zu drucken. Das Team hat folglich eine Entscheidung getroffen, die viel extremer ist als die ursprünglichen Ansichten der einzelnen Mitglieder.