Squash

Vor einer Weile ging ich mit dem Helden squashen. Wir sind beide keine regelmässigen Spieler, allerdings macht er von Zeit zu Zeit an einem Spassturnier mit, während mein letztes Spiel viele, viele Jahre zurück lag.

Wir verbrachten deshalb einen Teil der Stunde erst einmal damit, Regeln und Begriffe zu klären sowie den Aufschlag und allgemein das Schlagen zu üben (natürlich völlig gewaltfrei! 😉 ). Anschliessend spielten wir noch ein bisschen, wobei der Held mich ab und zu ein wenig herausforderte, mich grundsätzlich aber schonte. Das Spiel wäre sonst sehr langweilig und einseitig geworden, längere Ballwechsel hätte es wohl kaum gegeben.

Obwohl ich anfangs Mühe hatte (Rückhand! Furchtbar!), lernte ich schnell dazu und überraschte mich ab und zu selber. Ich begann schneller zu reagieren und konnte auch mal punkten (meistens war es allerdings Zufall). Es machte uns beiden viel Spass und ich hätte gerne noch ein bisschen länger gespielt. Ich hoffe daher, dass wir in Zukunft regelmässig zusammen spielen werden. Und dass ich dem Helden bald eine ebenbürtige Gegnerin sein werde. 🙂

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Unerwartete Folgen eines Squashturniers

Es sind heute fast genau zwei Monate vergangen seit ich eines Samstagmorgens einen Anruf vom Bruder des Helden bekam. Ich wunderte mich über den Grund des Anrufs und war wenig später ziemlich geschockt, als ich hörte, was er sagte. Denn er erzählte mir, dass mein Held gegen Mitternacht einen Unfall hatte, deswegen ins Spital gebracht und sogar operiert werden musste und mittlerweile schon wieder von der Narkose aufgewacht war.

Erst dachte ich, es wäre ein schlechter Scherz. Dann packte ich alle möglichen Dinge in eine Tasche, packte wieder um und nahm schliesslich den nächsten Zug, um zu meinem Schatz zu kommen.

Als ich die Zimmertüre öffnete, blickte mir mein Held ziemlich fröhlich entgegen. Er sass im Rollstuhl, hatte den rechten Unterschenkel und denk linken Unterarm im Gips und die rechte Hand dick einbandagiert. Ansonsten war zum Glück alles ok. Der Held und sein Bruder erklärten mir dann nochmal alles, was passiert war: Mein Held hatte an einem kleinen Squashturnier teilgenommen und spielte gerade sein siebtes Spiel an dem Abend. Da knallte er beim Versuch, einen Ball noch zu erwischen, rückwärts in die Glaswand, die das Spielfeld hinten abgrenzte. Die Glaswand gab nach und zersplitterte in tausend Stücke. Der Held fing sich mit den Händen auf und hatte als Ergebnis viele kleinere und grössere Scherben und Splitter in beiden Händen. Auch das rechte Bein war voller Schnitte und das Ganze fing bald an zu bluten wie wild. Irgendjemand rief dann klugerweise die Sanität und den Bruder des Helden an. So wurde er im Krankenwagen ins Spital gebracht, wo er dann unter anderem geröntgt wurde und in einer Operation die Splitter entfernt worden waren.

Am nächsten Morgen rief mich dann der Bruder an, erledigte einige andere wichtige Dinge und kam dann wieder ins Krankenhaus, wo er zusammen mit dem Helden auf mich wartete. Ich war echt froh, dass er meinen Helden unterstützt hatte und die ganze Zeit für ihn da gewesen war. Ich weiss nicht, ob ich das auch so gekonnt hätte, zumal das Ganze ziemlich übel ausgesehen haben musste.

Mittlerweile sind die Wunden verheilt und der Held trägt zum Glück keine Spätfolgen davon. Alle Sehnen, Nerven und Muskeln waren ganz geblieben. Nur werde ich von jetzt an wohl alle Glasscheiben etwas argwöhnisch betrachten und meinen Helden davon fernhalten 😉

Wissen am Wochenende: Begriffe aus dem Squash

Nachdem es letzte Woche einen kleinen Ausflug in die Geschichte der Kalender gab, werde ich heute mit meiner Serie zu verschiedenen Begriffen aus jeweils einer ausgewählten Sportart fortfahren. Dieses Mal wird es sich um eine Sportart handeln, die einige Ähnlichkeiten mit Tennis aufweist, irgendwie aber auch ganz anders ist: Squash.

  • Longline: Im Gegensatz zum Tennis wird im Squash ein Schlag als Longline bezeichnet, wenn er gerade und direkt an die Stirnwand geschlagen wird, so dass er auch in einer geraden Linie zurückprallt.
  • Boast: Beim Boast wird der Ball nicht direkt, sondern über eine der Seitenwände an die Stirnwand geschlagen.
  • Cross: Bei diesem Schlag wird der Ball schräg an die Stirnwand geschlagen, so dass er anschliessend auf der anderen Seite des Spielfelds wieder auftrifft. Die Flugbahn nimmt die Form eines „V“ an.
  • Tin: 17 Inch hohe Begrenzung an der Stirnseite des Spielfelds. Diese Zone gehört nicht zum Spielfeld, trifft ein Ball darin auf, ist er im Aus.
  • Nick: Kante zwischen Seitenwand und Boden