Hitze ade!

Ich bin kein Wintertyp. Ich hasse Kälte. Ich hasse die Dunkelheit. Ich friere immer und kriege eine rote Nase und rote Ohren. Deshalb habe ich in den letzten Tagen wirklich versucht, mich nicht zu sehr über die Hitze zu beschweren.

ABER: Es war genug. Ich war müde. Ich konnte nicht gut schlafen. Ich verschwitzte so viele Kleider wie nie. Ich fühlte mich eklig. Ich mochte nicht mehr richtig trainieren. Ich bekam Ausschlag (vermutlich von irgendwelchen Wasserflöhen oder so). Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Und ich bin heilfroh, dass es heute endlich kühler ist!

Nennt mich unzufrieden. Nennt mich eine Nörgelliese. Ist mir egal. Ich kann endlich wieder durchatmen und darüber freue ich mich riesig. Da nehme ich den Regen gerne in Kauf! Und nach so ein paar kühleren Tagen ist auch ein Hitzetag, wie es der Samstag werden soll, wieder ok.

PS: Aufgrund des wahrhaft sommerlichen Wetters hier der Link zu einem Beitrag von Anfang Juni (Du weisst als Sportler, dass Sommer ist, wenn…). Vielleicht fallen euch nun noch einige ergänzende Punkte ein?

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Du weisst als Sportler, dass Sommer ist, wenn…

…du nur noch Wassersport machst – im natürlichen Gewässer, im Schwimmbecken oder im eigenen Schweiss.

…wenn die Anzahl verschluckter Mücken pro Trainingseinheit auf mindestens fünf steigt.

…wenn selbst der Sport-BH, die kurze Hose und die Schuhe schon zu viel Kleidung sind.

…wenn du nach der Trainingseinheit noch mindestens eine Stunde lang mit knallroter Birne rumläuftst.

…wenn du selbst am Wochenende freiwillig schon vor 8 Uhr dein Workout startest.

…wenn der Kontrast zwischen gebräunten und weissen Hautstellen ein die betriebene Sportart verrät.

 

Weitere Punkte von Eurer Seite sind willkommen… 😉

Wetterkapriolen

Gestern wollte ich eigentlich noch einen Post zum Thema Frühling schreiben. Darüber, dass man die Wärme der Sonnenstrahlen bereits wieder spürt. Darüber, wie die Schneeglöckchen, Primeln, Krokusse und Gänseblümchen überall spriessen. Darüber, wie schön es ist, dass man mittlerweile wieder vor und nach der Arbeit ein Stück Sonne abbekommt. Doch ich kam nicht dazu.

Als ich heute Morgen aufstand und aus dem Fenster schaute, schneite es.

Vielleicht besser, dass ich gestern keine Zeit mehr fand für den Post…

Berlin – der Bericht

Vor knapp zwei Monaten reiste ich für zwei Tage nach Berlin. Gemeinsam mit drei Freundinnen wollte ich dort ein Konzert besuchen und da wir Berlin sowieso mal sehen wollten (bzw. mal wieder sehen wollten), reisten wir schon einen Tag früher an. Nun wird es Zeit, euch von meinen Erlebnissen in Berlin zu berichten.

Leider war das Wetter nicht gerade ideal. Aber es war immerhin besser als prognostiziert! Am ersten Tag regnete es immer wieder und war kühl, allerdings nicht so kalt, wie es im Dezember sein kann (oder sein sollte). Wir liefen mehrere Stunden lang durch die Stadt, bis wir am Ende total kaputt waren und meine Gesichtshaut ganz rot von der Kälte. Gegen Ende des Nachmittags kam sogar die Sonne ein bisschen durch – kurz bevor sie dann unterging. *Augenroll*

Am nächsten Tag war es dagegen meistens trocken, dafür ein wenig kälter. Wieder liefen wir lange Strecken, daneben wurde aber auch einiges gekauft. Für uns Schweizer ist in Deutschland (fast) alles erstaunlich billig, weshalb wir bei Besuchen beim „grossen Nachbarn“ gerne zuschlagen 😉 Ich jedoch hielt mich zurück, hatte auch gar keine Lust auf Shopping und kehrte deshalb mit einem grossen Teil meiner Euroscheine wieder in die Schweiz zurück.

Im Laufe dieser zwei Tage haben wir natürlich viele Sehenswürdigkeiten abgeklappert: vom Alexanderplatz über das Brandenburger Tor zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas (welches mir echt gut gefallen hat), zur Gedächtniskirche (wir waren auch in der neuen Kirche daneben – diese sieht von aussen zwar überhaupt nicht aus wie eine Kirche, innen ist es aber total schön, weil das Licht durch ganz viele blaue Fensterscheibenstücke fällt), zum Checkpoint Charlie und zur East Side Gallery. Einige andere Gebäude haben wir einfach kurz von aussen angeguckt und sind dann weiter.

Alles in allem hat mir Berlin gefallen, meine Lieblingsstadt wird es aber nicht (dieser Platz ist besetzt von Paris und Amsterdam). Dennoch fand ich es schön, wie sich die Stadtteile von der Architektur her unterschieden und doch gut zusammenpassten. Und eines habe ich auch gelernt: verhungern muss man in Berlin garantiert nie. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Imbisse, Take Aways, Restaurants und andere Lebensmittelanbieter in nur zwei Tagen gesehen 😀

Leider habe ich keine Fotos von dem Trip. Selbst wenn ich welche gemacht hätte, wären die jedoch ziemlich verregnet (jedenfalls die vom ersten Tag). Das einzige, was ich fotografiert habe, war eine Uhr, die ich total cool fand. Sie hing in einem kleinen Imbissladen, wo wir zu Mittag assen. Sie zeigte die Zeit nicht in Zahlen, sondern in Worten an:

Uhr Berlin

 

Ich war total gespannt, was die Uhr um genau zwei Uhr anzeigen würde und so warteten wir, bis es so weit war:

Uhr Berlin

 

hihi

So eine hätte ich ja gerne für mein Wohnzimmer. Also falls jemand weiss, wo man sowas herkriegt, bitte melden!

Der erste Schnee – oder auch nicht

Eigentlich habe ich schon seit ca. zwei Monaten einen Post zum ersten Schnee vorbereitet. Denn vor zwei Jahren gab es bereits Ende Oktober zum ersten Mal Schnee. Massig Schnee. Ich war damals froh, dass ich das ganze Wochenende eingemummelt mit dem Helden verbringen konnte.

Doch dieses Jahr ist nichts in Sicht von der weissen Pracht. Zwei Mal hat es zwar immerhin auf den Hügeln rundherum für eine leichte Puderzuckerschicht gereicht, aber bis zu uns hinunter ist der Schnee nie gekommen. Und die dünne Schicht auf den Hügeln war jeweils schnell wieder weggeschmolzen.

Obwohl ich überhaupt keine Freundin der winterlichen Kälte bin, vermisse ich den zauberhaften Anblick von verschneiten Wiesen und glitzerndem Schnee mittlerweile ziemlich. Die ganze Weihnachtsdeko sieht irgendwie lächerlich aus mit dunkelgrünen Nadelwäldern rundherum. Blinkende Rentiere, die auf grün-braunem Matsch stehen, lassen einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen.

Deshalb nun mein Aufruf: Petrus, Frau Holle oder wer auch immer dafür zuständig ist: Bitte lass es endlich schneien! Es muss ja nicht gleich ein halber Meter sein, der die ganze Stadt ins totale Chaos stürzt. Aber eine kleine, weisse Decke wäre fein. Vielen Dank!

Laufen im Winter

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„Kalt, nass, dunkel – nein danke!“ Das sind wohl die Gedanken, die zum Thema Laufen im Winter den meisten durch den Kopf gehen. Auch mir manchmal, das muss ich zugeben. Wenn es draussen schneit und hagelt (auf Schweizerdeutsch nennt man das so schön „chuttet“), ist der Gedanke an das Sofa oder die Badewanne verlockender als die Vorstellung, bei diesem Wetter draussen unterwegs zu sein. Wer sich doch hinausgewagt hat, wird aber belohnt mit dem einzigartigen Gefühl, seinen inneren Schweinehund besiegt zu haben. Und die heisse Dusche ist nach einem solchen Training dafür umso schöner. Damit es leichter fällt, auch in der dunklen Jahreszeit öfter mal die Laufschuhe zu schnüren, gebe ich euch ein paar Tipps:

  • Kleidung: Ganz wichtig ist natürlich die passende Kleidung. Dabei ist es im Winter umso wichtiger, dass Funktionskleidung getragen wird, da sie vor Kälte und Nässe schützt und gleichzeitig denn Schweiss nach aussen trägt. Diese Kleidung wird am besten im Zwiebelprinzip (also in mehreren Schichten) getragen. Je nach Temperaturen und Wetterlage kommen zu den üblichen Klamotten noch eine Mütze oder ein Stirnband, Handschuhe und ein Schal dazu. Bei Dunkelheit ist es zudem ratsam, Kleidung mit Reflektoren zu tragen und im Gelände eine Stirnlampe zu tragen.
  • Aufwärmen: Bei Temperaturen um oder gar unter dem Gefrierpunkt ist das Aufwärmen vor dem Sport zentral. Die Muskeln brauchen bei tiefen Temperaturen länger, um „betriebsbereit“ zu werden, was wiederum Verletzungen begünstigt. Daher lieber langsam beginnen und das Tempo nach einer Weile dann steigern.
  • Winterwunderland: Gerade frühmorgens, wenn der Schnee noch unberührt ist und die Umgebung wie eine Märchenwelt aussieht, ist es besonders schön, über die verschneiten Wege zu laufen. Mit dem Schnee legt sich auch eine wunderbare Ruhe über die Landschaft und die gewohnte Umgebung sieht plötzlich ganz anders aus. Und wie schön es ist, als Erste oder Erster seine Spuren im frischgefallenen Schnee zu ziehen!
  • Begleitung: Wie allgemein beim Laufen ist es auch im Winter ratsam, sich eine Begleitung zu organisieren. Wer keinen Freund, Kollegen oder Verwandten findet, der bereit ist, bei diesem Wetter laufen zu gehen, kann sich nach einem Hund umsehen. Es muss ja nicht gleich ein eigener sein, es gibt in der Umgebung bestimmt Hundehalter, die froh sind, wenn sich jemand ab und zu um ihr Tier kümmert und dessen Bewegungsdrang stillt. Fragt einfach mal herum!
  • Ziele setzen: Realistische Ziele fördern die Motivation. Wem es also schwer fällt, sich im Winter zum Laufen zu motivieren, der kann sich schon im Spätsommer oder Herbst darum kümmern und sich nach Winterläufen in der Umgebung umschauen (und sich natürlich anmelden!). Wer weiss, dass Mitte Januar ein Lauf auf dem Plan steht, wird über die Weihnachtstage eher auch mal die Laufschuhe schnüren und eine Runde drehen. Denn auch wenn Winterläufe in der Regel Spassläufe sind und sich nicht zum Aufstellen einer neuen Bestzeit eignen – als Letzter will niemand ins Ziel keuchen, oder?
  • Abwechslung: Wer sich mit dem Laufen im Schnee/Schneeregen/Matsch partout nicht abfinden kann, soll doch mal eine der vielen Wintersportarten ausprobieren. Klar, das meiste davon lässt sich nicht so leicht und jederzeit vor der eigenen Haustüre ausführen, aber wenn man nicht gerade in Wüstennähe wohnt, gibt es bestimmt einige Angebote in der Nähe. Wie wäre es beispielsweise mit Langlauf? Eishockey? Schneeschuhwandern?

Ihr seht, (Lauf)Sport hat auch im Winter seinen Reiz. Trotzdem ist bei Glatteis und Dunkelheit besondere Vorsicht geboten. Wer friert, sollte zudem sofort umkehren und zu intensive, auszehrende Trainings sind bei Temperaturen unter Null nicht ratsam.

Als Abschluss möchte ich euch dieses Gedicht von Christian Morgenstern präsentieren:

Neuschnee

Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen

mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,

einen ersten schmalen Pfad zu schrägen

durch des Schneefelds jungfräuliche Flur –

 

kindisch ist und köstlich solch Beginnen,

wenn der Wald dir um die Stirne rauscht

oder mit bestrahlten Gletscherzinnen

deine Seele leuchtende Grüsse tauscht.