Wissen am Wochenende: Reaktanztheorie

Sag deiner kleinen Tochter, dass sie deine Schminksachen in Ruhe lassen soll und du wirst sie prompt mit Lippenstift im Gesicht und Mascara in den Haaren vorfinden. Verbiete deinem Sohn den Umgang mit einem Kollegen und sie werden sich umso öfter treffen.

Diese Beispiele zeigen das typische Verhalten von kleinen Kindern oder rebellierenden Jugendlichen: Was verboten ist, wird erst recht gemacht! Doch dieses „Trotzverhalten“ beschränkt sich nicht nur auf die Kindheit oder Jugend, es ist auch bei Erwachsenen beobachtbar und wird Reaktanz genannt. Wenn eine Person das Gefühl hat, dass ihre Wahlfreiheit beschränkt wird, will sie diese Wahlfreiheit wieder herstellen. Häufig genug geschieht dies, indem die betreffende Person das verbotene Verhalten durchführt. Dabei hätte sie diese Alternative bei freier Wahlmöglichkeit möglicherweise gar nicht ausgewählt. Alleine durch die Tatsache, dass die Alternative plötzlich nicht mehr zum Erlaubten gehört, wird sie attraktiv und wünschenswert.

Ein Beispiel: Mutter und Tochter gehen ein Eis essen. Die Auswahl ist gross, doch die Mutter erlaubt der Tochter nur die billigeren Sorten. Daraufhin gibt es Streit, denn die Tochter möchte unbedingt das teure Tiramisu-Eis, obwohl sie den Kaffeegeschmack darin gar nicht mag. Am Ende setzt sie sich durch, aber isst ihr Eis nicht auf, weil der Kaffeegeschmack zu aufdringlich ist…

Verbote sind natürlich nötig und wichtig, doch man sollte sich im Alltag gut überlegen, welche Verbote man wirklich ausspricht und wie man sie anbringt.

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Wissen am Wochenende: Mere Exposure-Effekt

Mere Exposure wird auf Deutsch übersetzt als „blosse Darbietung“. Damit ist gemeint, dass ein Stimulus (ein Bild, ein Film, ein Ton, ein Gegenstand, eine Person – irgendetwas) einer Person gezeigt wird, ohne dass bei dieser Person irgendwelche psychologische Prozesse dabei ablaufen. Dieser Stimulus wird also sozusagen nebenbei und ohne bewusste Aufmerksamkeit wahrgenommen.

Mit dem Mere Exposure-Effekt wird deshalb das Phänomen beschrieben, dass diese blosse Darbietung reicht, um die Einstellung gegenüber diesem Stimulus zu beeinflussen. So haben viele Studien gezeigt, dass eine häufige Darbietung eines Stimulus reicht, dass bei den betreffenden Personen eine positive Einstellung gebildet wird gegenüber dieser Stimuli. Dieser Effekt macht sich beispielsweise die Werbeindustrie zunutze: Wenn man die Werbung für ein Produkt nur häufig genug gehört oder gesehen hat, selbst wenn man dabei gar nicht aufmerksam war, entwickelt sich eine positive Einstellung gegenüber diesem Produkt und man ist eher gewillt es zu kaufen. Auch Personen, die man bereits einige Male gesehen hat (auch wenn man nicht mit ihnen gesprochen hat), bewertet man automatisch positiver als Menschen, die man noch nie gesehen hat.

Tue Gutes und wenn du willst, rede darüber

Von Zeit zu Zeit wird mir bewusst, dass Nächstenliebe bei mir häufig im Alltag untergeht. Durch den Stress und den Druck reagiere ich schnell gereizt oder abwesend, wenn jemand etwas von mir will. Deshalb versuche ich zwischendurch ganz bewusst etwas für eine andere Person zu machen. Etwas, das mir keinerlei Vorteil bringt.

Hinterher fühle ich mich meistens supergut und bin total zufrieden. Deshalb möchte ich heute 30 Vorschläge machen, wie ihr im kleinen Rahmen Gutes tun könnt:

  1. besuche deine Grosseltern oder rufe sie an
  2. backe einen Kuchen für deine Schwester, deinen Liebsten, deinen Vater, eine Freundin…
  3. überrasche deine Mutter mit einem Blumenstrauss
  4. bringe deinen Arbeitskollegen eine kleine Zwischenverpflegung  mit
  5. schreibe eine schöne Karte an jemanden, von dem du lange nichts mehr gehört hast
  6. gehe mit dem Hund deiner Nachbarin spazieren
  7. überrasche einen Freund, der gerade für Prüfungen lernt oder eine Arbeit schreibt, mit leckerem Essen
  8. hilf einer älteren Person im Haushalt
  9. hilf einer Mutter, den Kinderwagen in den Bus zu hieven
  10. kaufe einem Obdachlosen etwas zu essen und zu trinken
  11. wasche das Auto deines Liebsten
  12. richte das Abendessen besonders schön an
  13. begleite deine Freundin an das Fest, auf das du überhaupt keine Lust hast
  14. hör zu
  15. bringe jemandem etwas bei, das er oder sie von dir lernen möchte (z.B. Freundschaftsbänder flechten, E-Mails verschicken, das perfekte Risotto kochen…)
  16. bastle ein Freundschaftsalbum mit Fotos, Blumen und Erinnerungen an gemeinsame Abenteuer für deine beste Freundin
  17. teile deine Lieblingsschokolade mit jemandem
  18. lass jemandem einen Blumenstrauss schicken – einfach so
  19. bringe deinem Schatz das Frühstück ans Bett
  20. spiele für jemanden das Taxi, auch wenn du eigentlich zu müde bist
  21. entführe deinen Kollegen für ein Überraschungspicknick
  22. verkaufe Dinge, die du nicht mehr brauchst und spende den Erlös
  23. sei als Zuschauer bei einem Volkslauf dabei und feuere die Teilnehmer lautstark an
  24. unterstütze deine Freundin bei der Erreichung ihrer Ziele und trainiere mit, wenn sie ein sportliches Ziel hat oder verzichte ebenfalls auf Süssigkeiten/Zigaretten…
  25. verteile ernst gemeinte Komplimente
  26. kümmere dich um deinen kranken Bruder; bringe ihm Essen und Medikamente, Lesestoff oder DVDs vorbei, lese ihm vor, hör dir sein Gejammer an, mache ihm Tee, Wadenwickel oder eine Bettflasche
  27. gönne jemandem etwas von Herzen
  28. überrasche jemanden mit einer Massage
  29. schau mit deiner Freundin zum 100. Mal ihren Lieblingsfilm, auch wenn du ihn langsam satt hast
  30. erledige für jemanden eine Aufgabe, die diese Person hasst (Wäsche machen, eine Rechnung begleichen, einen Brief schreiben, einkaufen…)

Bowling

Vor einer Weile war ich zum ersten Mal in meinem Leben bowlen. Da ich vor mehreren Jahren einmal Kegeln war und dabei eine jämmerliche Figur gemacht hatte, erwartete ich eine ähnliche Niederlage.

Tatsächlich landeten meine Kugeln bei den ersten drei oder vier Runden immer in der Rinne links oder rechts der Lauffläche. Aber dann fand ich eine für mich geeignete Wurfposition und von da an gab es keinen Nuller mehr. Meine Würfe waren nicht besonders kraftvoll oder professionell, aber wirksam. Meist konnte ich neun, manchmal auch alle zehn Pins umwerfen und einmal schaffte ich sogar einen Strike. Ich, die Koordinations-Null und Wurf-Banause! Und nach zwei Spielen wurde ich sogar Gesamtsiegerin!

Ich war angenehm überrascht vom Ausgang des Abends und wusste, dass dies nicht mein letzter Bowling-Abend gewesen war. Beim nächsten Mal feile ich an meiner Wurftechnik, damit mir auch mal ein kräftigerer Wurf gelingt…

Gigathlon – der Bericht

Der Gigathlon 2015 fand in und um Aarau statt. Er begann am 11. Juli (bzw. gab es am 10. Juli für alle Athleten der Single-Kategorie einen kleinen Prolog) und endete am 12. Juli bereits wieder. Alle elf Bezirke des Kantons wurden durchquert, viele Sehenswürdigkeiten standen an oder auf der Strecke.

Obwohl alle Wechselzonen in und um Aarau lagen, war der Gigathlon für die Betreuer kein Zuckerschlecken. In der Kategorie „Couple“ war jeweils nur ein Supporter zugelassen, aber meine Schwester und ich teilten uns diese Aufgabe, da es zu zweit einfach spannender und angenehmer ist. Und wir waren sehr froh darüber! So konnte jeweils eine den Athleten beim Eingang der Wechselzone abholen, während die andere bereits Verpflegung etc. entgegen streckte. Auch das Schleppen der ganzen Sportgeräte, Wechselkleidung, Verpflegung etc. wäre für uns sonst zur Tortur geworden. Und schliesslich konnten wir so zwischendurch auch einmal verschnaufen. Denn auch Supporter müssen mal essen oder sich erholen 😉

Dennoch liegt der Fokus natürlich immer auf den Athleten. Und ich bin immer wieder beeindruckt von ihren Leistungen. Wenn ich sehe, was diese Athleten ihren Körpern abverlangen, erscheint mir mein Training lächerlich. Ich denke immer ich sei sportlich – aber im Vergleich mit diesen Leuten bin ich ein Couch Potato! Gleichzeitig werde ich natürlich auch inspiriert, selber mehr von meinem Körper zu verlangen und meine Grenzen zu testen.

Die Stimmung war wieder einmalig. Man sieht andere Sportler, die man von früheren Gigathlons (oder anderen Sportanlässen) kennt, man lernt neue Leute kennen, erlebt kleine, spezielle Momente mit völlig Fremden und jeder hilft jedem. Das ist wunderschön!

Und schliesslich fuhr ich zum ersten Mal in meinem Leben mit Klickpedalen *hihi* Es klappte erstaunlich gut und ich vergass nur einmal, mich auszuklicken. Passiert ist zum Glück nichts. Ausser, dass sich die Sportler hinter mir vermutlich amüsierten…

Alles in allem war es ein erlebnisreiches, lustiges, anstrengendes, schönes, unvergessliches Wochenende!

Gigathlonabenteuer # 2

Nachdem ich vor zwei Jahren bereits während dreier Tage meinen Vater und seine Frau bei ihrem Gigathlonabenteuer begleitete und betreute, ist es heute endlich wieder so weit. Mein zweites Gigathlonabenteuer als Betreuerin beginnt. Dieses Mal dauert der Gigathlon nur zwei Tage (vor zwei Jahren waren es sechs Tage), was auch logistisch einen viel kleineren Aufwand bedeutet. Zudem ist die Strecke dieses Jahr rund um Aarau geplant, was eine kürzere An- und Rückreise bedeutet.

Dennoch freue ich mich riesig, dass ich wieder bei einem sportlichen Grossanlass dabei sein darf. Die Stimmung ist jedes Mal unbeschreiblich und obwohl es zum Teil auch als Betreuer ziemlich anstrengend werden kann, gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, sich vom Alltag zu erholen. Das Gemeinschaftsgefühl, die Unkompliziertheit und die Lebensfreude, die jeweils herrschen, sind so entspannend und wohltuend. Ich kann es kaum erwarten…

Fazit nach drei Monaten: Was ich vermisse

Vorgestern habe ich all die Dinge aufgezählt, die ich an meiner neuen Wohnsituation liebe. Nachdem ich zuvor über 24 Jahre mit meiner Familie (davon 22 Jahre in der gleichen Wohnung) gewohnt habe, war das Ganze trotz grosser Nähe zu meiner Familie eine riesige Umstellung. Und nachdem die erste Euphorie verflogen war, kamen natürlich auch einige Wehmutstropfen. Deshalb zähle ich heute diejenigen Dinge auf, die ich manchmal vermisse:

  • das eingespielte Zusammenleben: Der Held und ich mussten und müssen erst noch herausfinden, wie wir uns am besten arrangieren. Das braucht viel Zeit und viele Diskussionen. Mit meiner Familie war es viel einfacher, da wir ein seit Jahren eingespieltes Team waren.
  • die Katze: Tja, die vermisse ich tatsächlich am meisten. Kein kleiner Wuschelhaufen, der morgens neben einem im Bett liegt (stattdessen liegt da ein grosser, langer Kerl), kein Miauen und „An-die-Fensterscheibe-klopfen“, weil die Katze reinmöchte, kein felliger Tröster, wenn man weint.
  • die Familie: Obwohl wir so nahe beieinander wohnen (immerhin in der gleichen Kleinstadt), höre und sehe ich meine Familie viel zu selten. Wir alle haben ständig was zu tun und ein spontanes Treffen ist deshalb kaum mal möglich. Dadurch weiss ich auch über vieles gar nicht mehr Bescheid. Zum Beispiel darüber, wie es bei meinen Schwestern im Studium läuft, worüber meine Mutter ihre Arbeit schreiben muss und wer wann krank war. Das finde ich sehr schade.
  • mein Bett: Ich vermisse es, ein ganzes, grosses Bett für mich alleine zu haben. Und da ich besonders morgens einen leichten Schlaf habe, vermisse ich es auch, alleine in einem Zimmer zu schlafen und nicht durch eine andere Person geweckt zu werden. Das ist für mich wohl die schwierigste Umstellung.
  • gewisse Gesprächsthemen: Dadurch, dass ich nun die einzige Frau im Haushalt bin, hat sich auch die Themenwahl bei Gesprächen verändert. Den Helden interessieren keine Promis oder Royals, auch keine Sportler oder Fernsehsendungen im Allgemeinen. Über diese Themen kann ich nun nur noch mit mir selber oder per Telefon mit meiner Familie reden.

Wie ihr seht, vermisse ich gar nicht viel von früher. Das liegt aber auch daran, dass viele Dinge (z.B. das Herumalbern mit meinen Schwestern, gemeinsames Anfeuern von Schweizer Sportlern vor dem Fernseher, Insiderwitzchen in der Familie) durch neue (Herumalbern mit dem Helden, gemeinsames Filmeschauen, Insiderwitzchen in der Beziehung) ersetzt wurden. Und schliesslich habe ich dieses Zusammenziehen viele Monate lang herbei gesehnt – da ist es nur klar, dass ich nach drei Monaten nicht allzu viel vermisse.

Fazit nach drei Monaten: Was ich liebe

Vor genau drei Monaten bin ich von zu Hause aus- und mit dem Helden in eine gemeinsame Wohnung eingezogen. Mittlerweile haben wir uns gut eingelebt und ich habe verschiedene Vor- und Nachteile des Zusammenlebens bemerkt. Deshalb möchte ich ein kleines, persönliches Fazit ziehen und alle diese Dinge aufzählen, die ich am Zusammenleben bzw. an einer „eigenen“ Wohnung liebe:

  • Einrichtungsfreiheit: Ich konnte die Wohnung grösstenteils so einrichten, wie es mir entspricht und passt. Und Kompromisse zu schliessen ist viel einfacher, wenn nur zwei statt vier Personen reinreden.
  • Allgemeine Freiheit: Alles auf diejenige Weise und zu demjenigen Zeitpunkt zu erledigen, die/der mir bzw. uns passt.
  • Zusammensein: Es ist sooooo schön, den Helden so oft zu sehen. Gutenachtküsse von ihm zu kriegen. Oft gemeinsam zu essen. Von ihm auch mal bekocht zu werden (selten, aber immerhin). Sein Parfüm morgens im Bad zu riechen.
  • Alte und neue Rituale: Ich mag es, aus den Angewohnheiten und Traditionen aus meiner Familie und aus derjenigen des Helden, neue Rituale oder Gewohnheiten zu kreiieren, die zu uns passen.
  • Küchenkreativität: Endlich kann ich mich in der Küche völlig austoben. Der Held ist zum Glück ziemlich pflegeleicht (alles mit Gemüse lässt er zwar stehen, aber wenn man zwei bis drei Mal pro Woche etwas kocht, ist er völlig zufrieden) und ausserdem öfters mal unterwegs, so dass ich mir häufig keine Gedanken um Mitesser machen muss und nach Lust und Laune Lebensmittel zusammenwerfen kann. Ausserdem habe ich mit ihm einen freudigen Abnehmer von süssem Gebäck, welches ich in Zukunft hoffentlich regelmässig produzieren werde.
  • Bücher- und Filmangebot: Der Held hat jede Menge Filme und auch viele Bücher. Davon kann ich mich nun einfach bedienen und muss mir selber nichts mehr besorgen. Zwar entspricht sein Filmgeschmack nicht ganz meinem, aber auch für mich hat es einiges in seiner „Sammlung“.

Chräbeli (Anisgebäck)

Chräbeli (ein hartes Anisgebäck) sind typische Schweizer Weihnachtsplätzchen. Und ich hasste sie. Jahrelang und abgrundtief. Alles was ähnlich wie Anis schmeckt (also auch Kümmel, Fenchelsamen etc.) war mir zuwider. Vor ein paar Jahren änderte sich das. Zwar bin ich noch immer kein sehr grosser Fan dieser Gewürze, zwischendurch mag ich aber ganz gerne ein paar Chräbeli oder ein Apérogebäck mit Kümmel. Und seit ich diese Weihnachtsplätzchen selber mache, mag ich sie noch mehr.

Deshalb beschloss ich vor kurzem – trotz warmer Temperaturen und Frühlingsgezwitscher – wieder einmal eine Ladung Chräbeli zu backen. Sie sind ganz einfach und schnell zu machen, wenn man mal von der Trocknungszeit absieht. Nachdem der Teig in Form gebracht und die Teigstücke auf ein gefettetes Blech (kein Backpapier, das ist ganz wichtig!) gelegt wurden, muss das Ganze nämlich erst mal 24 bis 48 Stunden trocknen bis es unten kleine „Füsschen“ bekommt. Dann ab in den Ofen damit und anschliessend schön auskühlen lassen. Und dann geniessen!

Die Chräbeli sind übrigens mehrere Wochen haltbar, wenn sie in einer gut verschlossenen Keksdose aufbewahrt werden. Perfekt also, um grössere Mengen auf einmal herzustellen.

Das Rezept habe ich von hier. Und das sind meine Fotos vom Entstehungsprozess:

Backblech einfetten
Backblech unbedingt einfetten! Macht man dies mit Pflanzenöl, sind die Plätzchen sogar laktosefrei.

 

Chräbeli Zutaten
Alle Zutaten ausser das Mehl werden gemixt…

 

Chräbeli Eimasse gemixt
…bis die Eimasse heller wird.

 

Chräbeli fertiger Teig
Dann das Mehl hinzufügen und unterkneten.

 

Chräbeli geformt
Nun müssen die Chräbeli 24 bis 48 Stunden trocknen.

 

Chräbeli gebacken
Und so sehen sie aus nach dem Backen. Chräbli mit lustigen, kleinen Füssen…

 

Längster Tag des Jahres

Heute ist der Tag im Jahr, an dem die Sonne bei uns auf der Nordhalbkugel am längsten scheint (wenn sie denn scheint…). Also geniesst den Tag, unternehmt etwas, verbringt Zeit draussen und habt Spass. Für diejenigen, die gerade nicht wissen was tun, habe ich ein paar Vorschläge gesammelt:

  • picknicken: Sucht euch einen schönen Platz am Fluss, am See, auf einem Hügel, im Wald oder mitten auf einer Wiese (wenn sie nicht öffentlich ist erst den Besitzer fragen!) und esst eure mitgebrachte Mahlzeit. Das können Sandwiches (angebratenes Gemüse, ein Schnitzel, Lachs mit Frischkäse und Meerrettich, Guacamole mit Tortillabrösel etc. machen daraus eine spezielle Mahlzeit), Salate oder verschiedene Apérogebäcke (Käsestangen, Schinkengipfel, Mini-Quiches etc.) sein. Auch Birchermüsli, Curry oder kalte Suppen lassen sich gut mitnehmen.
  • sportliche Abwechslung: Probiert neue Sportarten aus oder macht etwas, das ihr schon lange nicht mehr getan habt. Z.B. Beachvolleyball, Badminton, Frisbees werfen, (Tisch)Tennis etc. Besonders wenn man als Gruppe etwas Neues ausprobiert, macht es meist grossen Spass. Und wer weiss, vielleicht flammt eine neue oder alte sportliche Leidenschaft auf?
  • feiern: Veranstaltet eine kleine Gartenparty. So könnt ihr alle eure Liebsten gleichzeitig sehen. Damit es für euch nicht zu viel Arbeit wird (und ihr nicht den ganzen Tag in der Küche verbringt), soll jeder Gast etwas zu essen mitbringen. So bleibt mehr Zeit zum Feiern und die Auswahl ist erst noch viel grösser.
  • Ruhe: Wer Ruhe möchte, steht am besten früh genug für den frühesten Sonnenaufgang des Jahres auf. Wer in der Nähe eines Hügels oder eines grossen Turmes wohnt, beobachtet den Sonnenaufgang am besten von dort aus. Die Welt wird ruhig und friedlich, wie ausgestorben, vor euch liegen. Lasst euer Smartphone und andere Ablenkung zu Hause und geniesst das Naturspektakel. Die Farben, die sich von Minute zu Minute verändern. Die Vögel, die immer lauter zwitschern und neue Melodien finden. Die Sterne, die langsam verschwinden. Die frische Luft. Ein leichter Wind, der vielleicht weht. Der Blütendurft von nahen Bäumen oder Blumenwiesen…
  • Kontrastprogramm: Wer die Sonne scheut oder einfach mehr Interesse an Kultur als Sport hat, dem empfehle ich einen Museumsbesuch. Gerade an schönen Sommertagen sind Museen und Gallerien meist wie ausgestorben. Man hat dann seine Ruhe und kann so lange vor einem Kunstwerk verweilen, wie man möchte.
  • Überraschung: Wie wäre es damit, den längsten Tag des Jahres für eine Überraschung für den Liebsten, die Familie oder die beste Freundin zu nutzen? Beispielsweise mit einem Frühstück im Bett? Oder mit einer Kutschenfahrt durch die Gegend? Einem Helikopterflug? Einer Weindegustation in der Nähe? Einem Marktbesuch und anschliessendem „bekocht-werden“?
  • Mittsommerfest: Wie wäre es mit einem Mittsommerfest, wie es in Skandinavien gefeiert wird? Lasst euch von Bräuchen aus anderen Ländern und Kulturen inspirieren und feiert eure eigene Sommersonnenwende!