Wissen am Wochenende: Big Five

Die so genannten Big Five der Psychologie (nicht zu verwechseln mit den Big Five in Afrika: Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard, Löwe) sind die fünf Persönlichkeitsdimensionen, auf denen sich jeder Mensch einordnen lässt. Es sind die folgenden: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Neues, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit.

Mit Neurotizismus mit der individuelle Umgang mit negativen Gefühlen gemeint. Personen mit einer hohen Ausprägung (also mit „viel“ Neurotizismus) erleben häufig Trauer, Nervosität, Angst und so weiter, während Personen mit geringem Neurotizismus sehr stabil, ruhig und entspannt sind.

Extraversion bezeichnet die Offenheit gegenüber Menschen und den Umgang mit ihnen. Extravertierte Personen sind gesellig, gesprächig und heiter, während introvertierte Personen (Personen mit geringer Ausprägung der Extraversion) scheu, zurückhaltend und unabhängig sind.

Offenheit für Neues beschreibt das Interesse für neue Erfahrungen und Erlebnisse. Personen mit einem hohen Wert sind abenteuerlustig, unkonventionell, fantasievoll und wissbegierig. Personen mit einem niedrigen Wert haben eher konservative Einstellungen und mögen das Altbekannte.

Mit Verträglichkeit wird insbesondere der Umgang mit anderen Personen beschrieben. Personen mit hohen Werten in der Verträglichkeits-Skala sind hilfsbereit, vertrauensvoll, verständnisvoll und mitfühlend. Personen mit niedrigen Werten sind misstrauisch, egozentrisch und eher kompetitiv als kooperativ.

Gewissenhaftigkeit beschreibt, wie stark ausgeprägt die Selbstkontrolle und Zielstrebigkeit einer Person ausgeprägt ist. Sehr gewissenhafte Personen sind verlässlich, verantwortlich, organisiert und geplant. Personen mit geringer Gewissenhaftigkeit sind spontan und handeln unsorgfältig und ungenau.

Diese Dimensionen sind nicht bewertend. Das heisst ein hoher Wert in einer Dimension ist nicht besser als ein niedriger Wert. Zum Teil ist es auch von der Situation abhängig, ob eher ein hoher oder ein niedriger Wert erwünscht ist. Extravertiert ist beispielsweise nicht besser als introviertiert und eine geringe Verträglichkeit ist in Wettkampfsituationen vorteilhafter als eine hohe Verträglichkeit.

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