Geschenke einpacken

Geschenkpapier

Es gibt Frauen (und Männer!), die sind wahre Künstler, wenn es um das Einpacken von Geschenken geht. Die, die Geschenke so schön einpacken, dass man sie gar nicht öffnen will. Die mit einem Berg Geschenke, Geschenkpapier, Bändeln, Schere und Kleber für Stunden im Zimmer verschwinden und mit einem Haufen wunderschön eingepackter Unikate wieder herauskommen. Ich gehöre nicht dazu. Egal, wie viel Mühe ich mir gebe, meine Geschenke sehen immer aus, als hätte ich sie mit den Füssen eingepackt, während ich gleichzeitig telefonierte und die Wäsche bügelte. Zeitweise schäme ich mich beinahe, wenn ich unter dem Weihnachtsbaum all diese sorgfältig eingepackten, wunderschön verzierten Geschenke sehe und dann meine unförmigen Dinger dazulege.

Nun ist es wieder so weit, Weihnachten naht und es gilt, Hunderte Geschenke zu verpacken. Auch dieses Jahr würden meine wohl keinen Schönheitspreis gewinnen, doch mittlerweile sehe ich dem Ganzen gelassener entgegen. Ich sage mir dann einfach: Die innere Schönheit zählt!

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Caramelbonbons

Seit einigen Jahren mache ich die Weihnachtsgeschenke für meine weitere Verwandtschaft (Grosseltern, Tante, neue Partner meiner Eltern…) wieder selber. So wie früher als Kind, nur hoffentlich schöner. Dieses Jahr habe ich mich für Caramelbonbons entschieden.

Da ich noch nie selber Caramelbonbons gemacht habe, startete ich im Oktober einen ersten Versuch. Er misslang. Die „Bonbons“ waren zwar lecker, aber vieeeel zu weich, ja geradezu gummig. Etwa zehn Tage später versuchte ich es deshalb nochmals und liess die Masse zwei (!!!) Stunden lang kochen. Das Ergebnis war leider nicht viel besser. Im Kühlschrank wurden die Bonbons zwar einigermassen hart (bzw. so bröckelig wie ich es von Herbstmessen her kenne), aber ich war damit nicht zufrieden. Also startete ich einen weiteren Versuch mit einem neuen Rezept. Auch dieser misslang. Nachdem ich die Masse etwa 90 Minuten gekocht hatte (sechs Mal so lange wie im Rezept angegeben), wurde sie zwar schön karamellig braun, aber selbst nach einer Nacht auf der Terrasse, war alles noch sehr flüssig. Ich war langsam wirklich etwas genervt. So viel Zeit und so viele Lebensmittel waren unterdessen drauf gegangen. Dennoch wollte ich es unbedingt hinkriegen. Schon von Kindesbeinen an hatte ich Caramelbonbons geliebt. Und so schwer konnte es doch nicht sein! Also startete ich nochmals einen Versuch. Mit einem Rezept, das mir eine ehemalige Schulfreundin gab. Und endlich klappte es!! Zwar liess ich die Bonbons beim ersten Versuch ein wenig zu lang kochen, aber lecker waren sie trotzdem. Und das beste: Es dauerte nur rund eine halbe Stunde! Hier für euch das ganz einfache Rezept:

2.5 dl Sahne, 1 dl Milch und 300g Zucker in eine weite Pfanne geben und ca. eine halbe Stunde sprudelnd kochen lassen. Dann die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bleck giessen, ein wenig auskühlen lassen und in Stücke schneiden. Dann ganz auskühlen lassen und geniessen 🙂

Zwei Dinge habe ich bei dieser Odyssee jedenfalls gelernt: Caramelbonbons unbedingt in einer weiten Pfanne (z.B. Bratpfanne) machen und nicht vor hohen Temperaturen zurückschrecken. Wenn die Masse nicht richtig sprudelnd kocht (gerade so, dass es nicht überkocht), dauert es ewig.

Hier nun noch ein paar Beweisfotos:

kochende Zuckermasse
So sieht es zu Beginn aus.
Zucker caramellisiert
Langsam wird es caramellig.
Caramelmasse
Jetzt sofort auf ein Bleck leeren zum Auskühlen.
fertige Caramelbonbons
Und verschenken! (oder selber essen…)

 

Adventskalender

Jedes Jahr bastle ich dem Helden einen Adventskalender mit kleinen Überraschungen darin oder daran. Vor zwei Jahren habe ich 24 kleine Geschenke vorbereitet, eingepackt und nummeriert. Letztes Jahr habe ich ich lauter kleine Sachen an ein Geschenkband geknotet, so dass es eine Art Geschenkgirlande ergab. Und dieses Jahr habe ich 24 Klopapierrollen in einen Karton geklebt und jeweils etwas Kleines in diese Rollen gesteckt. Die Nummern habe ich einfach auf Papier geschrieben, über die Klopapierrollen gestülpt und mit einem Gummiband befestigt (so wie bei den Marmeladegläsern früher).

Als Füllung habe ich in allen drei Jahren ähnliche Dinge gebraucht, da die Geschenke klein und nicht zu teuer sein sollten. Trotz dieser Beschränkungen gibt es viele Möglichkeiten, einen Adventskalender zu füllen:

  • Gutscheine (für eine Schlittelfahrt, eine Massage, ein gemeinsames Essen…)
  • Süssigkeiten
  • kleine Kosmetikartikel (Parfümproben, kleine Handcreme, Reisedeo, Badezusatz etc.)
  • Massageöl
  • Schmuck (z.B. ein Lederarmband)
  • ein Spruch oder ein Gedicht
  • ein persönlicher Brief
  • ein paar Socken oder Unterwäsche
  • USB-Stick mit einer persönlichen Powerpoint-Präsentation oder einem Video drauf
  • ein spezieller Stift (z.B. mit Gravur, Muster…)
  • Briefmarken (braucht man immer wieder)
  • schöne Fotos von dir/euch beiden zusammen
  • Witze
  • ein spezielles Speiseöl/Salz/Gewürz
  • Kondome
  • Tee
  • Taschentücher
  • Shotglas/Espressotasse
  • Mini-Schnapsfläschchen/Mini-Likör/…

Natürlich gibt es neben diesen allgemeinen Geschenkvorschlägen viele weitere Dinge, an denen dein Freund/Mann/Bruder Freude haben könnte. Ein Tierfreund freut sich vielleicht über Futter für seine Lieblinge, ein Mann mit grünem Daumen mag Saatkörner in seinem Adventskalender, ein sportlicher Mann jubiliert über ein Ticket für einen Sportanlass etc. Ich wünsche euch viel Spass beim Basteln und Geschenkideen sammeln! Und euren Beschenkten viel Spass beim Auspacken 😉