Resteverwertung Rezept #8

Vor kurzem hatte ich noch einige Kartoffeln übrig, die dringend verwertet werden mussten. Da ich auch noch Kohlrabi (Stängelrübe) zu Hause hatte und keine Lust darauf, die beiden Dinge einfach zu kochen und so zu essen, machte ich daraus eine Suppe. Ich schälte die Kartoffeln und den Kohlrabi (das Verhältnis zwischen Kohlrabi und Kartoffeln betrug ungefähr 3:2), schnitt sie klein und kochte sie in einer Gemüsebouillon während etwa 20 Minuten. Anschliessend pürierte ich das Ganze, was ohne Probleme gelang, obwohl die Kartoffeln festkochend und damit eigentlich ungeeignet für Suppe waren. Gewürzt habe ich mit Pfeffer und Muskatnuss, was hervorragend passte. Die Suppe schmeckte hervorragend, durch die Kartoffeln war der Kohlgeschmack nicht zu dominant und die Suppe wurde schön sämig.

Wer mag, kann die Suppe natürlich noch mit Sahne oder Crème fraîche verfeinern und das Grün des Kohlrabi gibt eine schöne, essbare Deko ab. Demnächst möchte ich die Kombination Kartoffeln – Zucchini ausprobieren. Mhmmmmm!

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Tue Gutes und wenn du willst, rede darüber

Von Zeit zu Zeit wird mir bewusst, dass Nächstenliebe bei mir häufig im Alltag untergeht. Durch den Stress und den Druck reagiere ich schnell gereizt oder abwesend, wenn jemand etwas von mir will. Deshalb versuche ich zwischendurch ganz bewusst etwas für eine andere Person zu machen. Etwas, das mir keinerlei Vorteil bringt.

Hinterher fühle ich mich meistens supergut und bin total zufrieden. Deshalb möchte ich heute 30 Vorschläge machen, wie ihr im kleinen Rahmen Gutes tun könnt:

  1. besuche deine Grosseltern oder rufe sie an
  2. backe einen Kuchen für deine Schwester, deinen Liebsten, deinen Vater, eine Freundin…
  3. überrasche deine Mutter mit einem Blumenstrauss
  4. bringe deinen Arbeitskollegen eine kleine Zwischenverpflegung  mit
  5. schreibe eine schöne Karte an jemanden, von dem du lange nichts mehr gehört hast
  6. gehe mit dem Hund deiner Nachbarin spazieren
  7. überrasche einen Freund, der gerade für Prüfungen lernt oder eine Arbeit schreibt, mit leckerem Essen
  8. hilf einer älteren Person im Haushalt
  9. hilf einer Mutter, den Kinderwagen in den Bus zu hieven
  10. kaufe einem Obdachlosen etwas zu essen und zu trinken
  11. wasche das Auto deines Liebsten
  12. richte das Abendessen besonders schön an
  13. begleite deine Freundin an das Fest, auf das du überhaupt keine Lust hast
  14. hör zu
  15. bringe jemandem etwas bei, das er oder sie von dir lernen möchte (z.B. Freundschaftsbänder flechten, E-Mails verschicken, das perfekte Risotto kochen…)
  16. bastle ein Freundschaftsalbum mit Fotos, Blumen und Erinnerungen an gemeinsame Abenteuer für deine beste Freundin
  17. teile deine Lieblingsschokolade mit jemandem
  18. lass jemandem einen Blumenstrauss schicken – einfach so
  19. bringe deinem Schatz das Frühstück ans Bett
  20. spiele für jemanden das Taxi, auch wenn du eigentlich zu müde bist
  21. entführe deinen Kollegen für ein Überraschungspicknick
  22. verkaufe Dinge, die du nicht mehr brauchst und spende den Erlös
  23. sei als Zuschauer bei einem Volkslauf dabei und feuere die Teilnehmer lautstark an
  24. unterstütze deine Freundin bei der Erreichung ihrer Ziele und trainiere mit, wenn sie ein sportliches Ziel hat oder verzichte ebenfalls auf Süssigkeiten/Zigaretten…
  25. verteile ernst gemeinte Komplimente
  26. kümmere dich um deinen kranken Bruder; bringe ihm Essen und Medikamente, Lesestoff oder DVDs vorbei, lese ihm vor, hör dir sein Gejammer an, mache ihm Tee, Wadenwickel oder eine Bettflasche
  27. gönne jemandem etwas von Herzen
  28. überrasche jemanden mit einer Massage
  29. schau mit deiner Freundin zum 100. Mal ihren Lieblingsfilm, auch wenn du ihn langsam satt hast
  30. erledige für jemanden eine Aufgabe, die diese Person hasst (Wäsche machen, eine Rechnung begleichen, einen Brief schreiben, einkaufen…)

Resteverwertung Rezept #7

Im letzten Rezept zur Verwertung von Resten beschrieb ich eine Methode, um altes Brot noch zu verwenden (siehe Resteverwertung Rezept # 6). Heute möchte ich euch eine weitere Möglichkeit aufzeigen, wie man trockenes Brot in eine leckere Mahlzeit verwandeln kann.

Für dieses Rezept soll das Brot noch nicht steinhart sein. Es muss sich noch gut schneiden lassen, denn als Erstes wird das Brot in Würfel von etwa 2cm Kantenlänge geschnitten und in einem tiefen Teller mit wenig Milch oder Wasser besprengt. Die Würfel sollen feucht, aber nicht matschig werden.

Wenn die Würfel das Wasser oder die Milch aufgesogen haben, werden sie in einer Bratpfanne bei mittlerer Hitze kurz angeröstet. Anschliessend werden zwei bis vier Eier (je nach Brotmenge und Anzahl Personen auch mehr) dazugegeben und alles verrührt bis das Ei stockt. Dann noch würzen und schon ist das Restenmenü (aka Rührei mit Brotwürfeln) fertig.

Wer das Ganze noch aufwerten möchte, kann natürlich auch noch Gemüse (und/oder Speckwürfel, Schinkenstückchen, Wurstscheiben etc.) dazumischen. Am besten eignet sich dazu schnellkochendes Gemüse (z.B. dünne Karottenscheiben, Mais, Pilze, Paprika, Zucchini, Aubergine, Radieschen etc.). Das wird in mundgrosse Stücke geschnitten und zusammen mit den Brotwürfeln kurz angebraten. Je mehr Masse in der Pfanne ist, desto mehr Eier braucht man. Alternativ kann man die Zutaten auch alle in einer Schüssel vermischen, dann die Eier unterrühren und alles zusammen in der Pfanne anbraten. Wenn man die Eimasse während des Bratens nicht umrührt und alles zugedeckt stocken lässt, entsteht eine Art Eierkuchen (auch Spanisches Omelett genannt). Guten Appetit!

Fazit nach drei Monaten: Was ich vermisse

Vorgestern habe ich all die Dinge aufgezählt, die ich an meiner neuen Wohnsituation liebe. Nachdem ich zuvor über 24 Jahre mit meiner Familie (davon 22 Jahre in der gleichen Wohnung) gewohnt habe, war das Ganze trotz grosser Nähe zu meiner Familie eine riesige Umstellung. Und nachdem die erste Euphorie verflogen war, kamen natürlich auch einige Wehmutstropfen. Deshalb zähle ich heute diejenigen Dinge auf, die ich manchmal vermisse:

  • das eingespielte Zusammenleben: Der Held und ich mussten und müssen erst noch herausfinden, wie wir uns am besten arrangieren. Das braucht viel Zeit und viele Diskussionen. Mit meiner Familie war es viel einfacher, da wir ein seit Jahren eingespieltes Team waren.
  • die Katze: Tja, die vermisse ich tatsächlich am meisten. Kein kleiner Wuschelhaufen, der morgens neben einem im Bett liegt (stattdessen liegt da ein grosser, langer Kerl), kein Miauen und „An-die-Fensterscheibe-klopfen“, weil die Katze reinmöchte, kein felliger Tröster, wenn man weint.
  • die Familie: Obwohl wir so nahe beieinander wohnen (immerhin in der gleichen Kleinstadt), höre und sehe ich meine Familie viel zu selten. Wir alle haben ständig was zu tun und ein spontanes Treffen ist deshalb kaum mal möglich. Dadurch weiss ich auch über vieles gar nicht mehr Bescheid. Zum Beispiel darüber, wie es bei meinen Schwestern im Studium läuft, worüber meine Mutter ihre Arbeit schreiben muss und wer wann krank war. Das finde ich sehr schade.
  • mein Bett: Ich vermisse es, ein ganzes, grosses Bett für mich alleine zu haben. Und da ich besonders morgens einen leichten Schlaf habe, vermisse ich es auch, alleine in einem Zimmer zu schlafen und nicht durch eine andere Person geweckt zu werden. Das ist für mich wohl die schwierigste Umstellung.
  • gewisse Gesprächsthemen: Dadurch, dass ich nun die einzige Frau im Haushalt bin, hat sich auch die Themenwahl bei Gesprächen verändert. Den Helden interessieren keine Promis oder Royals, auch keine Sportler oder Fernsehsendungen im Allgemeinen. Über diese Themen kann ich nun nur noch mit mir selber oder per Telefon mit meiner Familie reden.

Wie ihr seht, vermisse ich gar nicht viel von früher. Das liegt aber auch daran, dass viele Dinge (z.B. das Herumalbern mit meinen Schwestern, gemeinsames Anfeuern von Schweizer Sportlern vor dem Fernseher, Insiderwitzchen in der Familie) durch neue (Herumalbern mit dem Helden, gemeinsames Filmeschauen, Insiderwitzchen in der Beziehung) ersetzt wurden. Und schliesslich habe ich dieses Zusammenziehen viele Monate lang herbei gesehnt – da ist es nur klar, dass ich nach drei Monaten nicht allzu viel vermisse.

Fazit nach drei Monaten: Was ich liebe

Vor genau drei Monaten bin ich von zu Hause aus- und mit dem Helden in eine gemeinsame Wohnung eingezogen. Mittlerweile haben wir uns gut eingelebt und ich habe verschiedene Vor- und Nachteile des Zusammenlebens bemerkt. Deshalb möchte ich ein kleines, persönliches Fazit ziehen und alle diese Dinge aufzählen, die ich am Zusammenleben bzw. an einer „eigenen“ Wohnung liebe:

  • Einrichtungsfreiheit: Ich konnte die Wohnung grösstenteils so einrichten, wie es mir entspricht und passt. Und Kompromisse zu schliessen ist viel einfacher, wenn nur zwei statt vier Personen reinreden.
  • Allgemeine Freiheit: Alles auf diejenige Weise und zu demjenigen Zeitpunkt zu erledigen, die/der mir bzw. uns passt.
  • Zusammensein: Es ist sooooo schön, den Helden so oft zu sehen. Gutenachtküsse von ihm zu kriegen. Oft gemeinsam zu essen. Von ihm auch mal bekocht zu werden (selten, aber immerhin). Sein Parfüm morgens im Bad zu riechen.
  • Alte und neue Rituale: Ich mag es, aus den Angewohnheiten und Traditionen aus meiner Familie und aus derjenigen des Helden, neue Rituale oder Gewohnheiten zu kreiieren, die zu uns passen.
  • Küchenkreativität: Endlich kann ich mich in der Küche völlig austoben. Der Held ist zum Glück ziemlich pflegeleicht (alles mit Gemüse lässt er zwar stehen, aber wenn man zwei bis drei Mal pro Woche etwas kocht, ist er völlig zufrieden) und ausserdem öfters mal unterwegs, so dass ich mir häufig keine Gedanken um Mitesser machen muss und nach Lust und Laune Lebensmittel zusammenwerfen kann. Ausserdem habe ich mit ihm einen freudigen Abnehmer von süssem Gebäck, welches ich in Zukunft hoffentlich regelmässig produzieren werde.
  • Bücher- und Filmangebot: Der Held hat jede Menge Filme und auch viele Bücher. Davon kann ich mich nun einfach bedienen und muss mir selber nichts mehr besorgen. Zwar entspricht sein Filmgeschmack nicht ganz meinem, aber auch für mich hat es einiges in seiner „Sammlung“.

Quarktäschchen

Quarktäschchen mit Nutella-Füllung

Vor einer Weile habe ich auf diesem Blog ein leckeres und einfaches Rezept für Quarktäschchen mit Nuss-Nougat-Creme gefunden. An einem regnerischen Sonntag im Mai habe ich es dann das erste Mal nachgebacken. Die Zutaten hatten wir idealerweise sowieso alle im Haus (bzw. in der Wohnung 😉 ).

Tatsächlich war es ganz einfach, die Quarktäschchen herzustellen. Der Teig liess sich leicht und schnell zusammenfügen und auch das Auswallen bereitete keine Probleme. Obwohl ich Magerquark und Halbweissmehl – statt Vollfettquark und Weissmehl – benutzte, funktionierte das Rezept ohne Probleme. Weil meine Ausstechform kleiner war als im Originalrezept, wurden es über 30 Stück. Einige davon nahm ich mit zur Arbeit, wo sie in Rekordgeschwindigkeit verputzt wurden.

Mittlerweile habe ich die Täschchen bereits zum zweiten Mal gemacht. Ich habe dabei den Teig etwas dünner ausgewallt und weniger Füllung drauf getan. Zudem habe ich sie mit ein wenig Hagelzucker dekoriert:

Teigkugel Quarkteig
Der Teig muss schön glatt sein (wenn er zu klebrig ist, noch ein bisschen Mehl hinzufügen), dann wandert er in Klarsichtfolie gehüllt in den Kühlschrank.
Quarktäschchen Füllung
Nicht zu viel Füllung nehmen, sonst quillt es über.
Quarktäschchen vor dem Backen
Ab in den Ofen!
Quarktäschchen gebacken
Und fertig! Mhmmmmmm

Ich könnte mir auch eine salzige Variante mit Kräuterfrischkäse-Füllung gut vorstellen. Oder mit einer Paste aus kleinen Lachsstückchen und Meerrettichdip. Oder aus einer Mischung aus Tomatenmark und Käse…

Chräbeli (Anisgebäck)

Chräbeli (ein hartes Anisgebäck) sind typische Schweizer Weihnachtsplätzchen. Und ich hasste sie. Jahrelang und abgrundtief. Alles was ähnlich wie Anis schmeckt (also auch Kümmel, Fenchelsamen etc.) war mir zuwider. Vor ein paar Jahren änderte sich das. Zwar bin ich noch immer kein sehr grosser Fan dieser Gewürze, zwischendurch mag ich aber ganz gerne ein paar Chräbeli oder ein Apérogebäck mit Kümmel. Und seit ich diese Weihnachtsplätzchen selber mache, mag ich sie noch mehr.

Deshalb beschloss ich vor kurzem – trotz warmer Temperaturen und Frühlingsgezwitscher – wieder einmal eine Ladung Chräbeli zu backen. Sie sind ganz einfach und schnell zu machen, wenn man mal von der Trocknungszeit absieht. Nachdem der Teig in Form gebracht und die Teigstücke auf ein gefettetes Blech (kein Backpapier, das ist ganz wichtig!) gelegt wurden, muss das Ganze nämlich erst mal 24 bis 48 Stunden trocknen bis es unten kleine „Füsschen“ bekommt. Dann ab in den Ofen damit und anschliessend schön auskühlen lassen. Und dann geniessen!

Die Chräbeli sind übrigens mehrere Wochen haltbar, wenn sie in einer gut verschlossenen Keksdose aufbewahrt werden. Perfekt also, um grössere Mengen auf einmal herzustellen.

Das Rezept habe ich von hier. Und das sind meine Fotos vom Entstehungsprozess:

Backblech einfetten
Backblech unbedingt einfetten! Macht man dies mit Pflanzenöl, sind die Plätzchen sogar laktosefrei.

 

Chräbeli Zutaten
Alle Zutaten ausser das Mehl werden gemixt…

 

Chräbeli Eimasse gemixt
…bis die Eimasse heller wird.

 

Chräbeli fertiger Teig
Dann das Mehl hinzufügen und unterkneten.

 

Chräbeli geformt
Nun müssen die Chräbeli 24 bis 48 Stunden trocknen.

 

Chräbeli gebacken
Und so sehen sie aus nach dem Backen. Chräbli mit lustigen, kleinen Füssen…

 

Tomaten

Ich liiiiiiiiebe Tomaten. Egal, ob roh oder gekocht, ganz (tatsächlich esse ich Tomaten manchmal wie einen Apfel) oder püriert, als Salat oder Suppe… Und da man Tomaten ganz einfach auch auf dem Balkon ziehen kann, war es schon lange mein Traum, meine eigenen Tomaten zu ernten. Und da meine Mutter das wusste, schenkte sie mir zum Umzug ein kleines Tomantenpflanz-Set. Darin enthalten waren ein Topf, ein hübscher Übertopf, ein Säckchen Erde und das Saatgut.

Mitte Mai fand ich endlich ein Gelegenheit, das Saatgut einzupflanzen. Ausserdem hatte ich mir bis dahin auch endlich einen grösseren Topf und Erde besorgt, denn zwei bis drei Wochen nach dem ansäen sollten die kleinen Pflänzchen umgetopft werden.

Nach dem Säen schaute ich jeden Tag nach meinen zukünftigen Tomaten und hielt die Erde schön feucht. Und ich war erstaunt! Bereits nach zwei bis drei Tagen streckten sich die ersten Triebe aus der Erde. Und am vierten Tag sah es bereits so aus:

Tomatenpflanze

 

Drei Tage später, also nach genau einer Woche, wuchs bereits ein kleiner Wald (Lustig, wie sich die Triebe immer der Sonne entgegen recken. Wenn man den Topf drehte, konnte man beinahe sehen, wie sich die Triebe ebenfalls drehten, um wieder dem Licht entgegen zu wachsen):

Tomatenpflanze nach einer Woche

 

Noch einmal drei Tage später sah es dann so aus:

Tomatenpflanze nach 10 Tagen

 

Und nach genau zwei Wochen begannen sie die ersten Blätter auszubilden:

Tomatenpflanze nach zwei Wochen

 

Anschliessend musste ich sie umtopfen, damit die einzelnen Pflänzchen mehr Platz haben. Mittlerweile sieht es so aus und ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung:

Tomatenpflänzchen nach 1 Monat Tomatenpflänzchen nach 1 Monat

Resteverwertung Rezept #6

Paniermehl selbstgemacht

Ok, ein richtiges Rezept ist das heute nicht. Mehr eine Verwertungsmethode.

Vor kurzem hatten der Held und ich einige Brotreste, die schon richtig hart geworden waren. Deshalb beschloss ich, es zu Paniermehl zu verarbeiten und ein anderes Mal für die Panade von Fleisch oder Gemüse zu verwenden. Ich nahm also das Brot und begann, es mit einer Reibe zu bearbeiten. Nach wenigen Minuten gab ich auf, denn ich realisierte, dass der zeitliche Aufwand riesig sein würde. Als nächstes schnappte ich mir also einen Gefrierbeutel (weil die so robust sind) und ein Nudelholz, legte das Brot (in mundgrossen Stücken) in den Beutel und begann, darauf einzuschlagen (mit dem Nudelholz). Das machte anfangs grossen Spass (und Lärm!), bald aber wurde mein Arm schwer. Deshalb änderte ich meine Taktik und zermahlte das Brot mit meinem Gewicht. Das ging schon viel besser. Auf diese Weise schaffte ich es, die Brotresten zu kleinen Krumen und einer Art „Brotstaub“ zu verarbeiten. Ich war sehr zufrieden mit mir und stolz, dass ich die Reste nicht weggeworfen hatte.

Aber es war eine anstrengende und zeitintensive Arbeit. Deshalb beschloss ich, beim nächsten Mal den Küchenmixer zu gebrauchen. Mal sehen, wie das klappt…

Habt ihr schon einmal Brot zu Paniermehl verarbeitet? Wie oder womit habt ihr das gemacht?

Krimi-Dinner

Vor kurzem feierten wir den Geburtstag meiner kleinen Schwester nach. Als Überraschung hatten wir ein lustiges Abendessen mit einem Krimispiel geplant. Die Unterlagen bestellten wir unter http://www.krimi-kueche.de/. Auf der Homepage werden die Unterlagen für verschiedene Szenarien angeboten, die man dann in einem kleinen Päckchen bestellen kann. Als Gastgeber muss man dann nur noch die Einladungen inklusive der Rollenbeschreibung für jeden Teilnehmer versenden und für Essen sorgen. Ein Krimidinner dauert drei bis vier Stunden und besteht aus insgesamt fünf Runden. Am lustigsten wird es, wenn sich jeder entsprechend seiner Rolle verkleidet, aber auch ohne Kostüme ist das Spiel ein grosser Spass.

Wir hatten es jedenfalls sehr lustig an dem Abend. Die Rollen haben erstaunlich gut zu unserer Gruppe gepasst, was die Rollenzuteilung einfach machte.  Und obwohl wir abgemacht hatten, uns nicht zu verkleiden, gab sich jeder Mühe, sein Äusseres der Rolle anzupassen. Es wurde verschwiegen und geschwindelt, verdächtigt und gegrübelt, verhört und gelacht. Das Essen trat dabei völlig in den Hintergrund. Am Ende fanden wir trotz zahlreicher Wirrungen und verschiedener Motive aller Teilnehmer heraus, wer das Verbrechen begangen hatte. Yes! Definitiv ein spassiger Abend und eine gute Idee auch für lange Winterabende.