Unerwartete Folgen eines Squashturniers

Es sind heute fast genau zwei Monate vergangen seit ich eines Samstagmorgens einen Anruf vom Bruder des Helden bekam. Ich wunderte mich über den Grund des Anrufs und war wenig später ziemlich geschockt, als ich hörte, was er sagte. Denn er erzählte mir, dass mein Held gegen Mitternacht einen Unfall hatte, deswegen ins Spital gebracht und sogar operiert werden musste und mittlerweile schon wieder von der Narkose aufgewacht war.

Erst dachte ich, es wäre ein schlechter Scherz. Dann packte ich alle möglichen Dinge in eine Tasche, packte wieder um und nahm schliesslich den nächsten Zug, um zu meinem Schatz zu kommen.

Als ich die Zimmertüre öffnete, blickte mir mein Held ziemlich fröhlich entgegen. Er sass im Rollstuhl, hatte den rechten Unterschenkel und denk linken Unterarm im Gips und die rechte Hand dick einbandagiert. Ansonsten war zum Glück alles ok. Der Held und sein Bruder erklärten mir dann nochmal alles, was passiert war: Mein Held hatte an einem kleinen Squashturnier teilgenommen und spielte gerade sein siebtes Spiel an dem Abend. Da knallte er beim Versuch, einen Ball noch zu erwischen, rückwärts in die Glaswand, die das Spielfeld hinten abgrenzte. Die Glaswand gab nach und zersplitterte in tausend Stücke. Der Held fing sich mit den Händen auf und hatte als Ergebnis viele kleinere und grössere Scherben und Splitter in beiden Händen. Auch das rechte Bein war voller Schnitte und das Ganze fing bald an zu bluten wie wild. Irgendjemand rief dann klugerweise die Sanität und den Bruder des Helden an. So wurde er im Krankenwagen ins Spital gebracht, wo er dann unter anderem geröntgt wurde und in einer Operation die Splitter entfernt worden waren.

Am nächsten Morgen rief mich dann der Bruder an, erledigte einige andere wichtige Dinge und kam dann wieder ins Krankenhaus, wo er zusammen mit dem Helden auf mich wartete. Ich war echt froh, dass er meinen Helden unterstützt hatte und die ganze Zeit für ihn da gewesen war. Ich weiss nicht, ob ich das auch so gekonnt hätte, zumal das Ganze ziemlich übel ausgesehen haben musste.

Mittlerweile sind die Wunden verheilt und der Held trägt zum Glück keine Spätfolgen davon. Alle Sehnen, Nerven und Muskeln waren ganz geblieben. Nur werde ich von jetzt an wohl alle Glasscheiben etwas argwöhnisch betrachten und meinen Helden davon fernhalten 😉

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