Wissen am Wochenende: Trottel-Effekt

In den vergangenen Wochen habe ich euch in der Rubrik „Wissen am Wochenende“ jeweils ein Hormon oder eine Hormonkategorie vorgestellt. Natürlich habe ich dabei nur eine kleine Auswahl vorgestellt und es gäbe bestimmt noch einige spannende Hormone. Ich möchte nun jedoch zu einem neuen Thema kommen. So werde ich euch in den nächsten Wochen einige Phänomene, Effekte und Theorien aus meinem Studium vorstellen und möglichst einfach erklären. Keine Angst, das wird weder superschwierig noch zu theoretisch, denn die Dinge, die ich euch vorstelle, sind allesamt aus dem Alltag. Einige davon dürften euch bekannt vorkommen.

Ich beginne mit dem so genannten Trottel-Effekt. Allein der Name ist super, oder nicht? Der Trottel-Effekt tritt in Situationen auf, in denen mehrere Personen in einer Gruppe zusammenarbeiten (müssen). Er beschreibt einen Motivationsverlust bei den Mitgliedern dieser Gruppe, wenn diese merken oder erwarten, dass andere Gruppenmitglieder ihre Anstrengungen verringern. Um nicht von diesen anderen Gruppenmitgliedern ausgenutzt zu werden, verringern sie ihre eigenen Anstrengungen. Ein Beispiel: Eine Gruppe von vier Schülern soll gemeinsam ein Referat erarbeiten. Dabei merken zwei Schüler, dass die beiden anderen sich nie auf die Treffen vorbereiten und so wenig wie möglich tun für das gemeinsame Referat. Um nicht ausgenutzt zu werden und den grössten Teil der Arbeit machen zu müssen, verringern die zwei fleissigen Schüler ebenfalls. Dies ist dann der Trottel-Effekt (denn man möchte nicht der Trottel sein, der die Aufgaben aller Gruppenmitglieder übernimmt).

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