Wissen am Wochenende: Glucocorticoide

„Gluco… was?“, denkt ihr jetzt vielleicht. Glucocorticoide sind Hormone, die in der Nebennierenrinde produziert werden und unter anderem einen Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel ausüben (daher der Name: Gluco von Glucose = Zucker). Zu den Glucocorticoiden gehört zum Beispiel das Stresshormon Cortisol. Es wird ausgeschüttet, wenn der Körper unter Stress steht und erhöht dann durch folgende Mechanismen die Bereitstellung von Energie im Körper:

  • Stimulation der Produktion von Glucose
  • Stimulation der Energiegewinnung aus Fettdepots
  • Hemmung der Aufnahme von Glucose in die Zellen
  • Hemmung der Ausschüttung von Insulin (fördert die Einlagerung von Glucose in Leber und Muskulatur)
  • Stimulation der Ausschüttung von Glucagon (fördert die Bereitstellung von Glucose aus Leber und Muskulatur)

Zudem hat Cortisol eine entzündungshemmende Wirkung, deshalb wird es (bzw. die Vorstufe Cortison) häufig bei Asthma, Allergien, entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn) oder bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis eingesetzt.

Die Ausschüttung von Cortisol ist abhängig von der Tageszeit, der höchste Spiegel wird jeweils morgens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr erreicht.

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