Wissen am Wochenende: Psychologen vs. Psychotherapeuten vs. Psychiater

Sobald jemand erfährt, was ich studiert habe (yeah, irgendwie cool die Vergangenheitsform benutzen zu können), kommen meist dieselben Fragen: „Kann ich dann zu dir kommen, um mich therapieren zu lassen?“, „Kannst du mich jetzt analysieren?“ oder „In welcher Klinik arbeitest du?“. Ich setze dann jedes Mal zum selben kleinen „Referat“ an und erkläre den Unterschied zwischen Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiatern. Euch möchte ich heute dasselbe erklären, damit ihr beim nächsten Treffen mit einem von diesen Dreien wisst, wen (oder was?) ihr vor euch habt.

Psychologen: Psychologen sind Personen, die – wie ich – ein Psychologiestudium absolviert haben. Sie arbeiten in verschiedenen Branchen: im sozialen Bereich (z.B. in der Suchtprävention), im Ausbildungsbereich (z.B. als Schulpsychologe oder in der Laufbahnberatung), im Personalwesen, in der Werbung etc. Mit dem Abschluss in Psychologie eignet man sich ein relativ breites Wissen über verschiedene soziale Phänomene, aber auch über die Körperfunktionen (z.B. das Hormonsystem, die Sinneswahrnehmung etc.), das Gehirn, die Motivation und über die Entwicklung vom Baby zum Greis an. Viele machen direkt anschliessend oder ein paar Jahre später Weiterbildungen in ihrem Aufgabengebiet.

Psychotherapeuten: Psychotherapeuten sind ehemalige Psychologen. Der Unterschied besteht darin, dass Psychotherapeuten zusätzlich die drei bis vier Jahre dauernde Psychotherapieausbildung absolviert und sich damit Wissen zur Beratung und Therapie von anderen Menschen angeeignet haben. Psychotherapeuten arbeiten häufig in Kliniken oder in einer eigenen Praxis, es gibt sie aber auch in verschiedenen Beratungsstellen (z.B. Jugendberatung, Suchtberatung, Familienberatung etc.).

Psychiater: Psychiater wiederum sind Therapeuten wie die Psychotherapeuten und arbeiten deshalb oft in eigenen Praxen oder in einer Klinik. Im Gegensatz zu den Psychotherapeuten dürfen sie aber auch Medikamente verschreiben. Ihr Weg führt über ein Medizinstudium und psychiatrische und psychotherapeutische Ausbildungen. Sie sind also quasi Ärzte, die sich zusätzlich psychologisches und psychotherapeutisches Wissen angeeignet haben.

So, ich hoffe, ihr wisst nun, welche Unterschiede es zwischen Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiatern gibt. Falls nicht, dürft ihr euch gerne bei mir melden.

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