Job und Praktikum – geht das?

Nun ist beinahe die Hälfte meiner jobbezogenen Zweigleisigkeit vorbei. Zeit für eine Zwischenbilanz:

Ich muss zugeben, ich bin erstaunt, wie gut das mit den zwei Jobs bisher geklappt hat. Manchmal ist es zwar ein Hin und Her und es braucht viele Absprachen, damit es wirklich klappt. Aber ich bin weniger ausgelaugt, als ich erwartet hätte und geniesse die Abwechslung sogar. Ich kann sowohl in meinem Job wie auch im Praktikum einiges lernen und mitnehmen. Die Arbeit ist sehr unterschiedlich, aber gerade dadurch ergänzt es sich gut. Und ich freue mich dadurch auch immer auf beide Arbeitsplätze.

Ganz einfach ist es dennoch nicht. Es gibt einige Punkte, die für das Gelingen einer solchen Unternehmung wichtig sind (damit die betroffene Person sich nicht völlig auslaugt):

  • Abmachungen: Bei mir war irgendwann klar, dass ich Montag und Dienstag hauptsächlich an der einen Stelle und Mittwoch, Donnerstag, Freitag an der an deren Stelle verbringe. Zwischendurch gibt es zwar immer mal wieder spezielle Veranstaltungen, bei denen ein Tag getauscht wird, aber meistens wird es so durchgezogen. Das hilft beim Terminieren von Sitzungen etc., weil man dann nicht immer alle Termine erst mit beiden Chefs besprechen muss.
  • Kommunikation: Eine gute Kommunikation mit beiden Stellen, Teams und Chefs ist unerlässlich. Überschneidungen müssen frühzeitig kommuniziert werden, damit sich die Arbeitskollegen auf die Abwesenheit einstellen können.
  • Nähe: Mein Glück ist, dass beide Arbeitsstellen sehr nah von meinem Zuhause sind. Ausserdem komme ich innerhalb von einer halben Stunde von einem Arbeitsort zum anderen. Hätte ich jeweils eine Stunde Weg und schlechte Zug-/Busverbindungen, wäre das Ganze viel schwieriger und zeitaufwändiger. So kann ich gut auch mal den Arbeitsplatz wechseln.
  • Unterschiedliche Hauptarbeitszeiten: In meinem Teilzeitjob arbeite ich am liebsten morgens und gehe dann auch relativ früh wieder. Im Praktikum jedoch liegt die Hauptarbeitszeit nachmittags (teilweise auch abends), da dann die Jugendlichen vorbei kommen. Dadurch lassen sich die beiden Jobs auch besser vereinbaren. So kann ich beispielsweise morgens am einen Ort arbeiten und dann nachmittags am anderen. Dadurch gibt es zwar manchmal lange Tage, aber auch weniger Druck, weil nicht alles gleichzeitig stattfindet. An so einem Arbeitstag hat man dann auch schnell mal ein paar Überstunden gemacht, die man dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder brauchen kann.
  • Flexibilität: Trotz aller Abmachungen ist eine gewisse Flexibilität aller Teilnehmer nötig. Ich habe das Glück, dass ich an beiden Arbeitsorten keine feste Präsenzzeit habe. Zwar gibt es einige Termine, die ich einhalten muss und auch sonst ist es von Vorteil, wenn ich meine Arbeitskolleginnen und -kollegen öfters mal sehe, aber grundsätzlich kann ich flexibel arbeiten und mir meine Zeit selber einteilen. So entscheide ich häufig ziemlich kurzfristig, wann genau ich wo arbeiten werde.

Alle diese Punkte tragen dazu bei, dass dieses halbe Jahr nicht nur stressig ist sondern auch lehrreich und spannend. Und ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, dass sie mir diese Erfahrungen ermöglichen!

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