Wissen am Wochenende: Tagundnachtgleiche

Gestern Abend um genau 23:45 Uhr war die sogenannte Frühlings-Tagundnachtgleiche und damit astronomischer Frühlingsanfang. Das bedeutet, dass die Tage ab heute wieder länger sind als die Nächte, juheeee! Für diejenigen, die im Schulunterricht nie ganz begriffen haben, wie das mit den Jahreszeiten genau zustande kommt und was das alles mit der Erdachse zu tun, versuche ich es mit einer Grafik zu erklären:

Folie1

Die gelbe Kugel in der Mitte ist die Sonne. Und die beiden Kugeln links und rechts davon stellen die Erde dar. Links ist auf der Nordhalbkugel Sommer und auf der Südhalbkugel Winter und rechts ist auf der Südhalbkugel Sommer und auf der Nordhalbkugel Winter. Die schwarze Linie, die gerade durch die Erde verläuft, ist die Erdachse. Diese verläuft durch den Nord- und den Südpol und ist um ca. 23.4 Grad geneigt. Und dies ist auch der Grund dafür, dass es bei uns überhaupt Jahreszeiten gibt! Denn dadurch scheint die Sonne nicht das ganze Jahr hindurch immer voll auf den Äquator sondern wandert sozusagen auf und ab. Die grüne Linie in/auf der Erdkugel soll denn auch den Äquator darstellen. Die beiden blauen Linien jeweils rechts davon sind die Wendekreise (werde ich gleich erklären) und die orangen Pfeile sind die Sonnenstrahlen. Und jetzt zur Erklärung: Am hellsten und wärmsten ist es dort, wo die Sonnenstrahlen den kürzesten Weg zurücklegen müssen. Das wäre bei der Situation links bei der oberen blauen Linie. Und genau so ist die Situation jeweils am 21. Juni, wenn bei uns (also auf der Nordhalbkugel) der längste Tag ist. Denn an diesem Tag ist die Sonne mittags, wenn sie am höchsten Punkt ist, genau über dieser blauen Linie, dem nördlichen Wendekreis. Nach diesem Tag „wandert“ die Sonne täglich ein wenig in Richtung Äquator, bis sie bei der Tagundnachtgleiche (einmal im Frühling und einmal im Herbst) mittags genau über dem Äquator steht. Im Winterhalbjahr steht die Sonne jeweils über der südlichen Hemisphäre im Zenit. Am 21. Dezember steht die Sonne mittags dann über dem südlichen Wendekreis. Südlich des Äquators ist dann Sommer, in Europa hingegen ist Winter. Und weil die Sonne dann einen viel weiteren Weg hat bis zu uns, ist es kälter.

Wendekreis heisst es übrigens ganz einfach deshalb, weil die Sonne dort ihre Richtung ändert bzw. „wendet“. Es ist der nördlichste bzw. südlichste Punkt, über dem die Sonne jährlich steht.

Daneben gibt es noch die beiden Polarkreise (nicht eingezeichnet), welche den südlichsten (beim nördlichen Wendekreis) bzw. den nördlichsten (beim südlichen Wendekreis) beschreiben, an dem die Sonne an den Tagen der Sonnenwende gerade nicht mehr auf- bzw. untergeht. Das heisst beim nördlichen Wendekreis geht am 21. Juni die Sonne nicht unter und am 21. Dezember geht sie nicht auf. Je mehr man von dort aus in den Norden kommt, desto länger dauern die Phasen ohne Nacht bzw. Tag jeweils. Im Süden ist es natürlich genau dasselbe, nur sind die Jahreszeiten anders herum. Also im Juni ist Nacht und im Dezember Tag.

So, ich hoffe, das ist einigermassen verständlich geworden. Falls nicht, ist es auch nicht so wichtig. Die Hauptsache ist ja, dass das mit den Jahreszeiten funktioniert. Verstehen muss man es nicht 😉

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