Joggen/Laufen – man liebt es oder hasst es…?

In meinem Umfeld gibt es zwei Gruppen: diejenigen, die gerne und oft laufen und diejenigen, die es hassen. Dazwischen gibt es kaum jemanden (ausser dem Helden, aber der ist sowieso etwas ganz Besonderes <3). Einige drehen zwar regelmässig ihre Runden zu Fuss, aber eigentlich mögen sie das Laufen nicht. Meistens tun sie es einfach, weil es billig ist und wenig Aufwand mit sich bringt. Ausserdem kann man damit eine gute Menge Kalorien verbrennen (zumindest wenn man auch mal ordentlich Tempo macht) und es macht nicht so grosse Muskeln wie andere Sportarten (z.B. Schwimmen, Krafttraining, Rudern…).

Auch ich habe früher zu der Sorte Menschen gehört, die das Laufen hasst. Es war anstrengend, ich kam nicht voran und langweilte mich. Auch wenn ich sehr gerne ein Teil dieser Laufcommunity gewesen wäre, akzeptierte ich, dass ich – obwohl Tochter eines passionierten Läufers – mir wohl eine andere Sportart suchen musste.

Und dann plötzlich war es nicht mehr so. Plötzlich fand ich Gefallen daran regelmässig zu laufen. Erst nur etwa fünf Kilometer. Dann zehn. Irgendwann 15 und dann lief ich meinen ersten Halbmarathon. Auch wenn es manchmal Überwindung braucht und die Beine auch mal Schmerzen – es ist herrlich, sich auf den eigenen Beinen, ohne Hilfe, zu bewegen. Und entgegen meiner früheren Ansicht kommt man damit ziemlich schnell ganz schön weit! Und was man dabei alles sieht… Eichhörnchen, junge Kälbchen, Schafe, Hunde, Kätzchen, Eidechsen, Füchse und so weiter! Wunderschöne Sonnenuntergänge, Regenbögen, scheinbar unberührte Natur und Reif, der sich um Blätter und Grashalbe legt. Unbeschreiblich schön!

Nichts lässt mich Stress und Ärger, Sorgen und Misserfolge so schnell vergessen, wie eine Joggingrunde in der Natur. Wie oft habe ich im Kopf schon Streitgespräche und Diskussionen geführt, an Argumenten gefeilt und Entgegnungen auf mögliche Aussagen erarbeitet – nur um völlig entspannt nach Hause zu kommen und den ganzen Ärger vergessen zu haben. Auch Ideen für diesen Blog kommen mir häufig während des Laufens.

Und das beste: Laufen hat keine Altersgrenze! Im Gegensatz zu Sportarten, die viel Kraft und/oder Beweglichkeit erfordern (wie beispielsweise Geräteturnen oder Ballett), lassen sich beim Laufen auch in späteren Lebensjahren noch Fortschritte erzielen. Und als Hobbysportler kann man auch mit 40 Jahren oder mehr noch weit vorne mitlaufen.

PS: Der ganze Post sollte eigentlich etwas ausgeglichener sein. Nun ist er geradezu zu einer Hymne geworden. Ups 😉

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2 Gedanken zu “Joggen/Laufen – man liebt es oder hasst es…?

  1. Keine Hymne, und wenn dann eine schöne! Ich finde deinen Post toll und lebhaft. Ruhig mal ein bisschen ausgiebiger schreiben und somit auch etwas Sinnvolles mitteilen.
    LG Robert

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