Motivation beim Laufen

Vor etwa einem Monat habe ich einige Tipps gegeben, wie man sich bei unliebsamen Aufgaben motivieren kann (siehe Motivation). Natürlich sind alle diese Tipps auch auf das Lauftraining anwendbar. Dennoch möchte ich euch heute ein paar Ratschläge geben, die spezifisch auf das Lauftraining zugeschnitten sind. Deshalb aufgepasst, damit ihr beim nächsten Kampf gegen den inneren Schweinehund ein paar scharfe Waffen habt:

  • „Läuferbingo“ spielen: Läuferbingo ist ganz einfach: Ihr gestaltet euer Training so, dass ihr jeweils eine gewisse Anzahl an bestimmten „Gegenständen“ passiert/überquert/sichtet. Zu abstrakt? Hier ein Beispiel: Ihr läuft so lange, bis ihr drei Brücken überquert, sechs Brunnen passiert und fünf Hunde gestreichelt habt. Je nach Jahreszeit und geografischer Gegebenheiten gibt es bei diesem Spiel unendlich viele Möglichkeiten: Zum Beispiel fünf Eiszapfen abbrechen, vier Kastanien einsammeln, einen Schneemann sichten, über zehn Parkbänke springen, sieben Strassen überqueren, drei Radfahrern nachjagen etc.
  • Selbervermessung: Die Aufzeichnung jeglicher Aktivitäten hat in den letzten Jahren ja bisweilen groteske Züge angenommen. Dennoch kann es ungemein motivierend sein, die in der vergangenen Woche/im vergangenen Monat/Jahr zurückgelegten Kilometer, überwundenen Höhenmeter und verbrannten Kalorien zusammengerechnet vor sich zu sehen. Und für diejenigen, die erst im Wettbewerb mit anderen so richtig aufblühen, gibt es Plattformen, auf denen man sich mit anderen Personen vergleichen kann.
  • Geräusche hören: Versuche einmal, dich auf die Geräusche zu konzentrieren, die du beim Laufen hörst. Du wirst erstaunt sein, was es alles zu hören gibt! Das Rascheln des Laubes, wenn ein Eichhörnchen oder eine Maus flüchtet, das Rauschen des Grases, wenn der Wind hineinfährt, das Pfeifen, Zwitschern und Trällern der Vögel, das Knacken der Äste, das Gluckern eines Bächleins, das leise Bellen eines entfernten Hundes, das Knacken der Tannzapfen, die sich öffnen etc.
  • Nutze deine Vorstellungskraft: Wenn ich in Gedanken versunken bin, merke ich meist gar nicht wie weit ich laufe und schwupps ist das Training vorbei. Deshalb kannst du ruhig auch mal deine Vorstellungskraft nutzen und dich bewusst auf Gedankenreise begeben. Es ist dabei nicht so relevant, ob du vom nächsten Urlaub träumst, an das letzte schöne Fest denkst oder in Gedanken gerade deinen Chef zur Schnecke machst. Wenn du dich deinen Gedanken richtig hingibst, werden sie dich von alleine tragen und entführen. (Diese Ablenkung funktioniert am besten bei leichten Trainings, die wenig Konzentration brauchen. Bei einem Intervalltraining fokussiert man besser auf das Laufen)
  • Gute Vorbereitung ist die halbe Miete: Wer abends nach der Arbeit läuft, legt am bestens morgens schon alle Laufsachen bereit, so dass man sich nur kurz umziehen muss und dann gleich losjoggen kann. Wenn man einmal absitzt, fällt es danach doppelt so schwer, wieder aufzustehen und zu trainieren. Auch wenn man morgens gleich nach dem Aufstehen trainiert, ist es von Vorteil, die Laufsachen am Vorabend bereit zu legen.
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