Ordnungsliebe

Ganz meinem Sternzeichen (Jungfrau) entsprechend ist mir Ordnung ziemlich wichtig. Keine Angst, bei mir glänzt und glitzert längst nicht alles vor Sauberkeit und auf meinem Schreibtisch liegen immer einige Sachen rum. Aber von Zeit zu Zeit miste ich sehr gerne mein Zimmer aus und freue mich danach über neuen Platz oder die schönere Anordnung meiner Sachen. Anfang Sommer hatte ich gar einen richtigen „Ausmistfimmel“ und habe mich während Wochen immer wieder auf einen Teil meines Zimmers gestürzt, diesen geleert und geputzt, die Dinge sortiert und anschliessend wieder eingefüllt. Dabei hatte ich wirklich Spass und hinterher war ich stolz und glücklich. Für diejenigen, denen aufräumen und ausmisten nicht so leicht fällt wie mir, habe ich heute ein paar Tipps bereit:

  • Beim Papierkram ist das Wichtigste, dass man sich ein System erarbeitet, das einem entspricht. Ich zum Beispiel mag es, Papierkram einzuordnen. Ich habe verschiedene Ordner für verschiedene Dinge (z.B. Banksachen, Arbeitsverträge, Betriebsanleitungen…), die entsprechend beschriftet sind, so dass ich sie schnell erkenne. In diesen Ordnern wiederum habe ich diese durchsichtigen Mäppchen mit den Löchern an der einen Seite, wo dann die betreffenden Papiere drin sind. Auch diese sind geordnet – entweder alphabetisch oder thematisch, je nachdem, was für mich mehr Sinn macht. Auch für die tägliche Post sollte man ein System entwickeln, damit nicht ständig überall Papier rumliegt und möglicherweise Rechnungen oder wichtige Dokumente verloren gehen. So kann man beispielsweise verschiedenfarbige Mäppchen benutzen, um die Post sofort einzusortieren. Zum Beispiel könnte man ein rotes Mäppchen für die Rechnungen, ein grünes Mäppchen für noch zu beantwortende Karten und Briefe und ein blaues Mäppchen für andere wichtige Dinge anlegen. Werbung kommt gleich auf den Altpapierstapel und Zeitschriften haben einen eigenen Aufbewahrungsort. Einmal in der Woche werden die Mäppchen dann durchgeschaut und alles erledigt, was erledigt werden muss.
  • Das wichtigste Gebot im ganzen Haus ist: Alles, was man hervorgeholt hat, sofort wieder an seinen Platz versorgen, wenn man es nicht mehr braucht. Und bevor man etwas Zweites hervorholt, wird das Erste verräumt. So kann gar kein Chaos entstehen.
  • Schöne Kärtchen und Postkarten werden bei mir erst mal an die Zimmertür bzw. an den Schrank geklebt (mit einer Art Gummi, das hinterlässt keine Spuren) und dann von Zeit zu Zeit aus- bzw. umsortiert.
  • In meinem Kleiderschrank befolge ich einen Tipp, den ich vor längerer Zeit irgendwo gelesen habe. Wenn ich mal wieder räumen will, drehe ich alle Bügel um, so dass die Kleider verkehrt herum im Schrank hängen. In den folgenden drei, vier Monaten drehe ich dann diejenigen Bügel wieder in die normale Position, deren Kleidungsstücke ich getragen habe. So sieht man, welche Klamotten man überhaupt noch trägt. Nach ein paar Monaten werden dann diejenigen Stücke, deren Bügel noch immer verkehrt herum hängen, ausgemistet.
  • Generell versuche ich, wann immer ich etwas Neues kaufe, etwas Altes wegzuwerfen. So hält man den Zuwachs an Dingen in Grenzen.
  • Wer gerne Zeitschriften liest, kann Geld und Altpapier sparen, wenn man sich die Abonnente im Freundeskreis aufteilt. So können die Zeitschriften untereinander ausgetauscht und herumgereicht werden und jede bezahlt nur ein Abo.
  • Was auch helfen kann, ist, wenn man eine Schublade/Kiste zur „Krimskramszone“ erklärt, in welche dann alles kommt, was (noch) keinen eigenen Platz hat oder nur für kurze Zeit aufbewahrt werden will  (z.B. die Figürchen aus Überraschungseiern, kleine Werbegeschenke, 3D-Brillen fürs Kino, Treuekarten etc.). Ein Mal im Monat wird diese Schublade/Kiste dann ausgeräumt, die enthaltenen Dinge ausgemistet (die Figürchen kommen weg, der Werbekuli kommt zu den Schreibsachen, die 3D-Brille zu den Sonnenbrillen, Treuekarten in die Brieftasche) und die verbliebenen Sachen neu eingeräumt.
  • Beim Ausmisten hilft es, wenn man sich jeweils auf ein Teil (eine Schublade, ein Regal, ein Korb, ein Möbel) fokussiert und als Erstes alles ausräumt. Dann wird geputzt und der Inhalt auf drei Haufen verteilt: Einer für die Sachen, die bleiben, einer für die Dinge, die verschenkt oder verkauft werden und einer für das, was weggeworfen wird. Anschliessend werden die Sachen, die bleiben dürfen, wieder eingeräumt. Wenn man sich bei einem Gegenstand unsicher ist, hilft es, sich vorzustellen, was passieren oder wie man sich fühlen würde, wenn man ihn wegwerfen würde. Würde es mir weh tun? Könnte ich mir schnell und einfach Ersatz besorgen? Behalte ich ihn, weil ich mich dazu verpflichtet fühle? Manchmal hilft es auch, solche Dinge erst mal wegzupacken und dann drei Monate später nochmals hervorzuholen. Hat man den Gegenstand in dieser Zeit weder gebraucht noch vermisst, kann er weg.

Viel Spass beim Ausmisten!

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