Mein Studium

In der Über mich-Seite dieses Blogs steht, dass ich bald nicht mehr Studentin bin. Ausserdem habe ich in einem Beitrag Anfang Monat geschrieben, dass ich im Moment ein Praktikum bei einer Jugendberatungs- und Suchtpräventionsstelle absolviere. Nun möchte ich euch ein wenig über mein (fast) abgeschlossenes Studium erzählen.

Ich habe im Sommer 2009 mit meinem Studium begonnen und bin mittlerweile im 11. (und letzten) Semester. Im Hauptfach belegte ich Psychologie, im Nebenfach Publizistik- und Kommunikationswissenschaften weil ich schon immer gerne geschrieben habe und mir auch eine Karriere im Journalismus hatte vorstellen können. Nach drei Jahren (oder sechs Semestern) hatte ich den Bachelor of Science in der Tasche und machte gleich mit dem Master weiter. Für diesen zweiten Abschluss brauchte ich weitere 5 Semester, das bedeutet, ich werde den Abschluss anfangs des nächsten Jahres in der Tasche haben.

Das erste Jahr war sehr streng. Am Ende gab es zwei grosse Prüfungen über den gesamten Stoff, die – so hiess es – jeweils nur 40 – 60% aller Studierenden bestehen. Ich habe es zum Glück im ersten Anlauf geschafft und konnte gleich weiter studieren. Die folgenden beiden Jahre waren weniger aufwendig und ich konnte nebenbei noch ein bisschen Geld verdienen. Im Masterstudiengang musste man sich dann für einen von vier Schwerpunkten entscheiden: Entwicklungspsychologie der Lebensspanne und Differentielle Psychologie; klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie; kognitive Psychologie und kognitive Neurowissenschaften; Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Ich habe mich für den letzten Schwerpunkt entschieden (Abkürzung: SOW), weil mich die Sozialpsychologie von Beginn weg am meisten interessiert hatte. Zudem war die Gesundheitspsychologie, für welche ich mich ebenfalls interessier(t)e, zu diesem Zeitpunkt noch bei der Sozialpsychologie eingegliedert. Mit meiner Wahl bin ich bis heute sehr zufrieden, auch wenn es für die Berufswahl keine Rolle spielt, da der Abschluss in allen Schwerpunkten derselbe ist. Der Masterstudiengang ist vom Aufbau her viel freier als das Bachelorstudium. Man kann viele Kurse wählen und hat auch sehr viel weniger Präsenzzeit. Daneben hat man mit der Masterarbeit die Möglichkeit, zum ersten Mal eigene Forschung zu betreiben. Dies war für mich eine sehr lehrreiche, aber auch stressige Zeit.

Nun geht es langsam auf das Ende meines Studiums zu. Obwohl ich noch immatrikuliert bin, werde ich während dieses Semesters kaum mehr an der Uni sein. Aber könnte ich nochmals von vorne beginnen, würde ich wieder die Psychologie wählen. Auch nach fünf Jahren bin ich noch immer fasziniert von diesem Themengebiet und verschlinge alles, was ich darüber finde. Auch in der Freizeit. Nun freue ich mich darauf, in Zukunft mein Wissen in einem spannenden Job anwenden zu können. Wünscht mir Glück bei der Stellensuche!

Übrigens gibt es dieses Vorurteil, dass alle Psychologiestudenten selber ein bisschen einen Dachschaden haben. Nun, nach meinen Erfahrungen würde ich sagen, dass es in meinem Studiengang nicht mehr und nicht weniger Verrückte hat(te) als in anderen Fachrichtungen.

Ach ja, an meiner Uni nennen wir uns selber stolz „Psychos“ 😀

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