Wissen am Wochenende: Muskelkater

Lange Zeit dachte man, dass Muskelkater durch eine Übersäuerung der Muskeln durch das bei hohen Anstrengungen entstehende Abfallprodukt Laktat entsteht. Heute weiss man: Muskelkater wird durch kleinste Risse im Muskelgewebe verursacht. Diese können bei sehr starken oder ungewohnten Belastungen entstehen und treten vor allem nach exzentrischen Bewegungen auf. Exzentrische Belastungen sind solche, bei denen eine Belastung sozusagen abgebremst wird, beispielsweise beim langsamen Runterlassen eines Gewichts, beim Bergabgehen oder beim Abfedern eines Sprungs.

Ein Muskelkater ist also kein gutes Zeichen, denn der Körper muss die beschädigten Fasern erst reparieren oder ersetzen, was länger dauert als die Erholung nach einer „normalen“ Belastung. Ist er aber einmal da, ist Schonung angesagt. Das heisst nicht, dass man sich nicht mehr bewegen darf bis der Muskelkater weg ist, aber die betroffenen Regionen sollten geschont werden. Leichte Aktivität fördert die Durchblutung und damit die Versorgung des Muskels mit den notwendigen Stoffen, was die Regeneration leicht beschleunigt. Es sollte aber wirklich bei leichter Aktivität bleiben, denn weiterer Stress schadet nur.

Ebenfalls helfen kann Wärme von aussen, zum Beispiel durch ein heisses Bad oder ein Saunabesuch. Bei Massagen oder Dehnübungen ist Vorsicht geboten, sie können die Verletzungen vergrössern und den Muskelkater damit verschlimmern.

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